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    MARGETSHÖCHHEIM

    Ländner und Schäfer sind die Kandidaten der CSU

    Mit überwältigender Mehrheit wählten die Delegierten des CSU Kreisverbandes Würzburg die vorgeschlagenen Kandidaten Manfred Ländner und Elisabeth Schäfer. Foto: Matthias Ernst

    Manfred Länder (Kürnach) und Elisabeth Schäfer (Ochsenfurt) heißen die Direkt-Kandidaten der CSU im Stimmkreis Würzburg-Land für die Landtags- beziehungsweise Bezirkstagswahl 2018. Beide wurden mit überwältigender Mehrheit von den Delegierten bei der Versammlung in der Margarethenhalle in Margetshöchheim gewählt. Sowohl Ländner mit 99,3 Prozent (nur eine Nein-Stimme) als auch Schäfer mit 93,2 Prozent (8 Nein-Stimmen) haben damit die Rückendeckung der 58 Ortsverbände im Landkreis.

    Gute Ergebnisse für gute Arbeit

    Waldemar Brohm, Bürgermeister aus Margetshöchheim und Wahlleiter, beglückwünschte beide Kandidaten: „Wer gute Arbeit macht, bekommt gute Ergebnisse, wer sehr gute Arbeit macht, bekommt sehr gute Ergebnisse. Und die Ergebnisse der beiden Kandidaten sind sehr gut“.

    Die Delegierten würdigten damit die Arbeit der beiden Kandidaten in den letzten Jahren. Während die Sozialexpertin Schäfer zum zweiten Mal für den Bezirkstag kandidiert, wäre es für Manfred Ländner bereits die dritte Legislaturperiode im Landtag in München. Ländner vertritt den Stimmkreis Würzburg-Land seit 2008.

    Plädoyer für ländlichen Raum und Ehrenamt

    In einer Art Bewerbungsvortrag berichtete Ländner von seiner politischen Arbeit und den Erfolgen im Landtag für die Region. Er ist Mitglied im Innenausschuss und im Bildungsausschuss. Außerdem ist er polizeipolitischer Sprecher in der CSU-Fraktion. Ihm liege der ländliche Raum und das Ehrenamt besonders am Herzen. Ländner attestierte Bayern eine hohe innere Sicherheit, verschwieg aber auch nicht, dass er in den 40 Jahren Mitgliedschaft in der CSU einige graue Haare bekommen hat.

    „Wir zwei sind heute dran, liebe Elisabeth“, fand er die Überleitung zur Vorstellung der Bezirkstagskandidatin Elisabeth Schäfer. Die berichtete ebenfalls von ihren Aktivitäten in den vergangenen Jahren und in welchen Gremien sich die gelernte Bankkauffrau alles engagiert. Zu den Höhepunkten in der langen Liste zählte die Wahl zur BRK-Kreisvorsitzenden vor wenigen Wochen. Ihr Einsatz für soziale Themen decke sich gut mit den Aufgaben des Bezirkes, fand Schäfer. Darüber hinaus stehe sie für die Identität Unterfrankens und die heimische Kultur und das Brauchtum.

    Natürlich kamen bei der Versammlung die bundespolitischen Geschehnisse nicht zu kurz. Bundestagsabgeordneter

    Aus Fehlern lernen

    Paul Lehrieder berichtete von den schwierigen Sondierungsgesprächen einer möglichen Jamaika-Koalition in Berlin.

    Bereits Ländner hatte die Wahlniederlage der CSU bei der Bundestagswahl thematisiert. Man werde aus den Fehlern lernen. „Ich bin für überschaubare Mehrheiten“, warb er dafür, bei der nächsten Wahl nicht mehr so viele Parteien in den Landtag einziehen zu lassen. „Je mehr Parteien in einer Koalition sind, desto schwieriger werden Entscheidungen“, weil jeder sich darin wiederfinden müsse. Er könne die Protestwähler, die AfD gewählt haben, gut verstehen, doch seien viele mittlerweile aufgewacht und hätten erkannt, dass sie einen Fehler gemacht haben.

    Dafür bekam er viel Beifall von den Delegierten, die ohne große Diskussion die beiden Direktkandidaten wählten und auch die Delegierten für die Wahlkreisdelegiertenversammlung. Darüber hinaus wurde Landrat Eberhard Nuß (Uettingen) als weiterer Listenkandidat für die Bezirkstagswahl aufgestellt. Nach knapp drei Stunden Information und Wahl ging man mit dem guten Gefühl auseinander, die CSU geschlossen zu neuer Stärke zu bringen.

    Delegierte

    Delegierte des CSU-Kreisverbands Würzburg-Land für die Wahlkreisdelegiertenversammlung sind: Manfred Ländner (Kürnach), Paul Lehrieder (Gaukönigshofen), Elisabeth Schäfer (Ochsenfurt), Thomas Eberth (Kürnach), Eberhard Nuß (Uettingen), Waldemar Brohm (Margetshöchheim), Martin Umscheid (Röttingen), Martina Schmidt (Aub), Birgit Börger (Prosselsheim), Heiko Lörner (Randersacker).
    „Ich bin für überschaubare Mehrheiten“
    Manfred Ländner, CSU-Landtagskandidat

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