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    Maidbronn

    Lärmschutzwand und weniger Grundstücke in Maidbronn

    Das Baugebiet Bickelsgraben und die möglichen Folgen für eine benachbarte Kfz-Werkstatt hatten im Frühjahr für einigen Wirbel gesorgt. Nun hat das mit der Erstellung des Bebauungsplans beauftragte Ingenieurbüro Röschert die Pläne nochmals gründlich überarbeitet, wie im jüngsten Gemeinderat deutlich wurde. Das Ergebnis: Die Fläche für den Wohnungsbau verringert sich deutlich. Auch geht das Büro nun von einer 3,80 Meter hohen Lärmschutzwand aus, die entlang der Werkstatt und der ebenfalls angrenzenden Feuerwehr errichtet werden soll.

    Grundlage ist eine aktualisierte Schallimmissionsprognose für den Gewerbe- und Verkehrslärm. Dafür wurden die Verkehrszahlen von 2015 herangezogen und mit einem Zuschlag von 20 Prozent berücksichtigt. Auch wurde der Lärm, der von der Werkstatt sowie der angrenzenden Feuerwehr ausgeht, nochmals genau in den Blick genommen. Dabei wurde deutlich, dass ohne Lärmschutzwand tagsüber beinahe im gesamten Baugebiet der Grenzwert von 55 Dezibel nur knapp unterschritten und nachts der Wert von 40 Dezibel ebenso beinahe flächendeckend überschritten werden würde. Während tagsüber der Betrieb der Werkstatt und die Feuerwehr die entscheidende Rolle spielen, wirkt sich nachts der Straßenverkehr besonders aus.

    Eine Grünfläche als Puffer

    Doch auch mit einer Lärmschutzwand ist das Thema Lärm nicht ganz erledigt. Die Grundstücke, die unmittelbar angrenzend an den Gewerbebetrieb und die Feuerwehr geplant waren, entfallen ersatzlos. Hier sieht der Plan nun eine Grünfläche als Puffer vor. Für einige Grundstücke am westlichen Rand sind in den Festsetzungen des Bebauungsplans Auflagen für den Schallschutz vorgesehen. So müssen etwa Wohnzimmer oder Wohnküchen, Terrassen und Balkone schallabgewandt nach Osten ausgerichtet werden. Da die bebaubare Gesamtfläche schrumpft,  verringert sich die Zahl der Grundstücke von 37 auf 33. Die übrigen Grundstücke verlieren an Quadratmetern. Auch wurde auf Anregung von CSU-Gemeinderat Thomas Wetzel die Mindestgröße für Doppelhaushälften auf 250 Quadratmeter herabgesetzt. Damit könnten weitere Grundstücke mit vergleichsweise günstigen Doppelhäusern bebaut werden.

    Es ist eine erneute öffentliche Auslegung nötig. Die überarbeiteten Pläne sind ab dem 30. Oktober im Rathaus einzusehen. Wenn es keinen weiteren stichhaltigen Einwendungen gibt, könnte im März 2020 die Erschließung beginnen.

    Bearbeitet von Christian Ammon

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