• aktualisiert:

    Würzburg

    Landkreisübergreifende Übung der Feuerwehren in Gramschatz

    Rund 70 Feuerwehrler waren an der Übung beteiligt.  Foto: Freiwillige Feuerwehr Gramschatz (Hanne Kremer)

    Die bayernweite Feuerwehraktionswoche sorgt in besonderem Maße für die Aufmerksamkeit der Freiwilligen Feuerwehren in der Bevölkerung. Damit Feuerwehrleute ihre immer vielfältiger werdenden Aufgaben zufriedenstellend bewältigen können und die Sicherheit im Brand- und Katastrophenschutz sowie der technischen Hilfe aufrechterhalten bleibt, sind regelmäßige Übungen unerlässlich, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Zu einer Einsatzübung wurden dafür rund 70 Feuerwehrler der Feuerwehren aus Binsbach  (Landkreis Mains-Spessat), Gänheim (MSP), Hausen, Erbshausen, Rimpar, Maidbronn und Gramschatz (alle Landkreis Würzburg) mit dem Einsatzstichwort „Brand Bürgerhaus in Gramschatz – mehrere Personen vermisst – eingeschränkte Wasserversorgung“ nach Gramschatz alarmiert.

    Angenommen wurde ein Brand im Bereich des Kellers des als Jugendzentrum und Versammlungsstätte genutzten Gebäudes, sieben Personen galten als vermisst. Bis zum Eintreffen der Ortsfeuerwehr Gramschatz am Übungsobjekt, hatte sich der durch Diskonebel dargestellte Übungsrauch bereits bis ins Dachgeschoss ausgebreitet, wodurch ein Betreten des Gebäudes nur noch mit umluftunabhängigem Atemschutz möglich war.

    Technischer Defekt an der Wasserversorgung

    Besondere Schwierigkeit stellte die Tatsache dar, dass durch einen technischen Defekt in der Wasserversorgung die Löschwasserversorgung von Anfang an durch die Entnahme aus den Gramschatzer Fischweihern sichergestellt werden musste. Während die Gramschatzer Feuerwehr unter schwerem Atemschutz einen Erstangriff aus dem Wassertank des Löschfahrzeuges aufbaute und erste Maßnahmen zur Rettung der eingeschlossenen Personen einleitete, kümmerten sich die Wehren aus Binsbach und Gänheim um eine lange Schlauchstrecke vom See zum Bürgerhaus.

    Die Feuerwehren aus Hausen und Erbshausen unterstützten bei den Löschmaßnahmen und durchsuchten das Gebäude nach den vermissten Personen. Die Feuerwehr Rimpar verlegte eine zweite Förderleitung für die Löschwasserversorgung vom See und unterstütze, genau wie die Helfer der Feuerwehr Maidbronn, den Innenangriff und Durchsuchung des Bürgerhauses unter Atemschutz.

    Nachbessern bei der Nutzung des Digitalfunks

    Die gesamte Koordination der Übung und Einsatzleitung wurde vom örtlichen zuständigen Kommandanten der Feuerwehr Gramschatz, Dirk Wiesner, durchgeführt. Er holte sich dabei Unterstützung von weiteren Führungs- und Einsatzkräften, die als Abschnittsleiter für die Wasserversorgung, als Abschnittsleiter für den Innenangriff und als Führungsunterstützung den Funkverkehr auf den diversen Kanälen mitverfolgten und die Aufgaben an die einzelnen Wehren verteilten.

    Vorbereitet hatte die Übung Kreisbrandmeister (KBM) Markus Fleder aus Rimpar, der auch als Übungsbeobachter zusammen mit KBM Axel Jung aus Hausen und KBM Florian Fischer aus Veitshöchheim vor Ort war. In einer Abschlussbesprechung dankten die Übungsleiter allen eingesetzten Feuerwehrleuten für ihre engagierte, landkreisübergreifende Zusammenarbeit. Technisch wurde bei der Übung alles richtig gemacht und die im Brandrauch eingeschlossenen Übungsdarsteller zügig befreit. Nachgebessert muss bei der effektiven Nutzung des Digitalfunkes. Dieser Funk bietet den Feuerwehren neue Möglichkeiten, die erst nach und nach eingeführt und geübt werden. Für den Winter empfahl der Kreisbrandmeister den Feuerwehren, diese Möglichkeiten und die Bedienung der Funkgeräte intensiv zu üben und kennenzulernen.

    Bearbeitet von Nico Christgau

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!