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    OSTHAUSEN

    Schweineskandal: Landratsamt streckt sechsstellige Summe vor

    Derzeit werden die toten Mastschweine aus dem Stall in Osthausen bei Gelchsheim (Lkr. Würzburg) geholt und mit Lkw abtra... Foto: Thomas Obermeier

    Die Räumarbeiten in den Mastställen in Osthausen bei Gelchsheim (Lkr. Würzburg), wo im April rund 2000 tote Schweine gefunden worden waren, könnten schon am Donnerstag zu Ende gehen. Das teilte das Landratsamt Würzburg auf Nachfrage mit. Anschließend stünden aber noch Reinigungsarbeiten an. Seit Montag sind etwa ein Dutzend Mitarbeiter einer Spezialfirma damit beschäftigt, die stark verwesten Kadaver zu beseitigen. Die Kosten für Räumung und Reinigung der Ställe bewegen sich im sechsstelligen Bereich, wie das Landratsamt weiter erklärt.

    Demnach werden die Kosten zunächst vom Landratsamt übernommen und anschließend dem Betreiber in Rechnung gestellt. Ob der diese jemals begleichen kann, bleibt abzuwarten.

    Landwirt wurde nicht in psychiatrische Klinik eingewiesen

    Wo sich der von der Staatsanwaltschaft Würzburg als Beschuldigter geführte Landwirt derzeit aufhält, wissen weder die Ermittler noch das Landratsamt. Sicher ist laut Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach aber, dass er nicht in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht wurde. Nach dem Fund der toten Schweine hatten sich die Ermittlungen auch auf die gesundheitliche und psychische Situation des Landwirts konzentriert. Ein entsprechendes Gutachten war damals in Auftrag gegeben worden.

    Unterdessen warten die Ermittlungsbehörden noch auf die Gutachten des Veterinäramts und eines technischen Sachverständigen, der die Belüftungsanlage des Stalls auf einen Defekt hin untersucht. Erst wenn hierzu Erkenntnisse vorlägen, könne beurteilt werden, ob eine Straftat vorliegt, hieß es.

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