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    Estenfeld

    Lauter kleine „Superhelden“

    Lauter kleine „Superhelden“Ferienspielplatz: Trotz der Hitze ist die Zahl der Kinder erneut gestiegen Foto: Jochen Jörg

    Einmal im Jahr wird das Gelände neben dem Estenfelder Feuchtbiotop zu einer kleinen Welt, die nur den Kindern gehört. In diesem Sommer tummeln sich dort lauter „Superhelden“ – so lautet das Motto des Ferienspielplatzes, den die Gemeinde in den ersten beiden August-Wochen veranstaltet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gemeinde hervor. 

    „Superhitze“ wäre auch ganz passend gewesen, denn so heiß wie diesmal war es lange nicht. Für Nina Schleichert (19 Jahre), Maxi Krüger (23) und Sarah Wößner (18), die Leiter des Ferienspielplatzes, und die 18 Betreuerinnen und Betreuer heißt es da, immer wieder für Abkühlung zu sorgen. Nur mit Bierbänken und einer Plane haben sie einen Pool gebaut und zusätzlich ein Floß, mit dem die Kinder durch das Biotop „schippern“ können. Für eine kurze Dusche liegt immer ein Feuerwehrschlauch bereit.

    Die extremen Temperaturen schmälern das Interesse am Ferienspielplatz nicht im Geringsten – im Gegenteil. 147 Kinder haben sich angemeldet, vor zwei Jahren waren es „nur“ 130. Am Vormittag ist immer am meisten los – wenn der Nachmittag gekommen ist, wird es dann etwas ruhiger. Denn da gehen bei dem schweißtreibenden Wetter viele Eltern mit den Kindern ins Schwimmbad.

    Langeweile kommt beim Ferienspielplatz nie auf: Tanzen, schminken, Scoobidoo-Bändchen knüpfen – das Angebot an Workshops ist groß, genau wie die Begeisterung der Kinder. Auch ein Entenrennen im Bach wurde schon veranstaltet. Das Spannendste, vor allem für die Jungs, ist aber, wenn sie zu Baumeistern werden dürfen: Neun Hütten werden in diesem Jahr errichtet, eine mehr als im vergangenen Sommer. Größere Zwischenfälle gab es keine — das Schlimmste war ein blauer Daumen vom Hämmern oder ein Spreißel im Finger. Ärztliche Hilfe wurde jedenfalls nicht gebraucht.
    Das Holz, das die Kinder verarbeiten, stammt nur zu Teilen aus dem Gemeindewald. Das meiste wurde von einem Sägewerk aus dem Odenwald angeliefert. Die Balken und Bretter sind Reste, die die Firma nicht mehr gebraucht hat.

    Zum großen Finale am Donnerstagabend machen die Malteser Hamburger für alle. Gut gestärkt geht es dann auf zur Nachtwanderung. Wenn es trocken bleibt, werden über 100 Kinder als Höhepunkt in ihrem „Hüttendorf“ übernachten. Da jedoch Gewitter gemeldet sind, haben die Betreuer schon einen „Plan B“. Sollte es regnen oder die Regenwahrscheinlichkeit groß sein, wird ins Pfarrheim ausgewichen.

    Für den Freitagmorgen ist ein Abschlussfrühstück mit Kindern und Eltern vorgesehen.
    Egal wie die letzten Tage verlaufen – die Leiter des Ferienspielplatzes sind nicht nur den Betreuern, sondern auch einigen anderen Helfern sehr dankbar. Die Mitarbeiter des Bauhofs packen an, wo immer sie können, die Malteser wecken die Vorfreude auf ein leckeres Burger-Essen und die Reservistenkameradschaft hat zwei große Zelte errichtet, die vor allem als Lager genutzt werden.

    Stefan Pompetzki

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