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    BIEBEREHREN

    Leerstand vermeiden und Charakter des Dorfes erhalten

    „Ein lebendiges Dorf, in dem der ursprüngliche Charakter auch in der Zukunft erhalten bleibt“. Das ist nach den Worten von Bürgermeister Engelbert Zobel der Grund für ihn und die Gemeinderäte, sich für den Erwerb von Immobilien in der Ortschaft zu entscheiden.

    Um in den Besitz von fünf Anwesen zu kommen, hat die Gemeinde etwa 350 000 Euro investiert. Geld, das gut angelegt ist, meint der Bürgermeister. Dem Ortsoberhaupt ist, wie er erklärt, auch daran gelegen, Leerstände oder Baulücken im Dorf zu vermeiden und neue Besitzer zu finden, die das markante Aussehen der Häuser entlang der Hauptstraße zu schätzen wissen.

    Um das Interesse von Liebhabern solcher Immobilien zu wecken, werden am autofreien Sonntag, der am 5. August durch das Taubertal und Bieberehren führt, die Besucher auf Informationstafeln auf die alten Häuser aufmerksam gemacht.

    Dass in jedem dieser Anwesen ein Stück Geschichte steckt, das weiß der 91-jährige gebürtige Bieberehrener Josef Bergold. Ebenso wie bei den anderen Häusern, wurde von den Erben auch das beachtlich große Anwesen Zobel an die Gemeinde veräußert. In dem 1833 errichteten Anwesen, das über Generationen hinweg immer innerhalb der Familie vererbt wurde, ist der 2015 verstorbene Prälat und langjährige Stadtpfarrer von Ochsenfurt, Josef Zobel, aufgewachsen.

    Gegenüber dem Anwesen mit dem großen Gewölbekeller, das sich durch nahezu die gesamte Hintere Straße zieht und mit der Vorderseite an die Hauptstraße grenzt, steht das zweite gemeindliche Objekt. In diesem Anwesen in der Hauptstraße 37, das baulich in einem guten Zustand ist, sind derzeit Flüchtlinge untergebracht.

    Ebenfalls in der Hauptstraße befindet sich ein weiteres gemeindliches Objekt. Das große Haus diente über lange Zeit hinweg als Lebensmittelladen. Josef Bergold erinnert sich auch noch an die lange Zeitspanne, in der dort die Milchsammelstelle ihren Platz hatte.

    In der Kirchstraße, unweit des Hauses der Vereine, wartet ein kleineres Haus mit einer großen Scheune auf neue Bewohner. Das Häuschen mit den angebauten Gebäuden, die unweit davon in der Kirchstraße stehen, wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Dieses von der Gemeinde erworbene Anwesen ist für den Abbruch bestimmt. Auf der entstehenden Fläche, die auch dem Feuerwehrhaus als vergrößerte Ausfahrt dient, werden Parkplätze entstehen.

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