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    BIEBEREHREN

    Leicht frivol: Hermann und Hermine im Sportheim

    Spaß im Sportheim: Ein hinreißendes Gastspiel gaben Gerlinde Heßler und Werner Hofmann alias Hermann und Hermine in Bieb... Foto: HANNELORE GRIMM

    Sie: „Bieberaare liegt schön“. Er: „Ja, schön weit ab“. Gut, dass Gerlinde Heßler und Werner Hofmann alias Hermann und Hermine trotz der großen Entfernung von Karlstadt kommend den Weg ins Sportheim gefunden haben.

    In dem für das „Ehepaar“ bisher unbekannten Ort haben sich auf Initiative von Alfons Baumann der Sängerkranz, die Musikkapelle und der Sportverein (SVB) erstmals für eine Kulturherbst-Veranstaltung zusammengeschlossen.

    Dass bei der Entscheidung, einen Kabarettabend zu organisieren, die Wahl auf „Hermann und Hermine“ gefallen war, erwies sich als Glücksfall für die rund 150 Besucher, die SVB-Vorsitzender Elmar Knorr willkommen hieß.

    Gerlinde Heßler und Werner Hofmann mimen seit rund 20 Jahren das biedere Ehepaar und sind durch ihre Fernsehauftritte bei der närrischen Weinprobe und Fastnacht in Franken auch den „Bieberaaremern“ längst ein Begriff. Mit ihrem aktuellen Programm „Nit wirklich“ ließen sie die Zuschauer rund zwei Stunden lang aus dem Lachen kaum herauskommen.

    Hermine, anfangs mit ihrer rot-weißen Bekleidung als personifizierter fränkischer Rechen (wobei Hermann anmerkt, dass „fränkischer Drachen“ wohl passender wäre), gibt eine ebenso umwerfende Darbietung wie ihr seit fast 25 Jahren Angetrauter.

    Das Ehepaar, in dessen launigen Dialogen sich Realität und Überspitztes die Waage halten, kommt vom Hundertsten ins Tausendste: Die zwischenmenschlichen Probleme, die bevorstehende Silberhochzeit, die Spezialisierung in den Krankenhäusern werden ebenso umwerfend komisch beleuchtet, wie sie mit der Möglichkeit einer Fusion zwischen Medizinern und Winzern ganz neue Vorschläge für die Gesundheitspolitik in den Raum stellen.

    Neben der Weinprobe bei der Hermann sich als versierter Winzer zeigte und bei der Gerlinde erst nach einigen „Gläsle“ so richtig in Fahrt kam, glänzte Hermann Hofmann als Wirt.

    Der Karlstadter, der mit rosaroter Kochjacke und Mütze und seinem Schneebesen auf der Bühne steht, weiß wovon er redet. Hinreißend schildert er seine Erfahrungen als Wirt. Vor allem die Gäste, vorweg die Vegetarier und die Veganer, hat er gefressen.

    Die Planung für die Silberhochzeit, für die sich Hermine ein „blaues Kleed gekäfft“ hat, geht ebenso voller Komik über die Bühne wie der Besuch des Ehepaares in einer Sauna. Dass dabei, laut Hermine, alles schön war bis auf die Hitze, trieb den Zuschauer ebenso vor Lachen die Hitze ins Gesicht wie die Dialoge der Akteure.

    Obwohl sich in die Gespräche zwischen Hermann und Hermine zum Vergnügen der Zuhörer zwar manchmal leicht frivoler Ton mischte, landeten ihre Scherze aber nie weit unterhalb der Gürtellinie.

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