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    Gemünden / Würzburg

    Leichtsinniger Ritt auf dem Puffer eines Güterzuges

    In Lebensgefahr gebracht hat sich ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Bad Kissingen: Er fuhr auf dem Puffer eines Güterzuges von Gemünden nach Würzburg, berichtet die Bundespolizei Würzburg.

    Der 19 jährige war am Donnerstag am Bahnhof Gemünden auf einen langsam anfahrenden Güterzug aufgestiegen und hatte sich auf einen Puffer zwischen zwei Waggons gesetzt. Der Lokführer des Güterzugs, der in Richtung Würzburg unterwegs war, bemerkte seinen ungebetenen Fahrgast nicht. Erst kurz vor Würzburg wurde ein Autofahrer, der auf der parallel zu den Bahngleisen verlaufenden Bundesstraße 27 unterwegs war, auf die Person zwischen den Waggons aufmerksam. Er betätigte den Notruf.

    Die Bundespolizei ließ daraufhin den ankommenden Güterzug in Würzburg stoppen, um die lebensgefährliche Fahrt zu unterbinden. Als der Zug um 16.45 Uhr in Würzburg einfuhr, sprang der Mann von dem Puffer und rannte über den gesamten Gleisbereich des Würzburger Hauptbahnhofs in den Stadtteil Grombühl, wo er schließlich von Einsatzkräften gefasst wurde. In seiner Befragung führte er an, im Internet ein entsprechendes Video gesehen zu haben, das ihn zur Nachahmung angeregt habe. Dass er sich damit in Lebensgefahr begab, sei ihm nicht bewusst gewesen.

    Die Bundespolizei warnt dringend vor solch lebensgefährlichem Leichtsinn. Gegen den 19-Jährigen wird jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei auf Anfrage sagte, kann bei diesem Straftatbestand eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren verhängt werden. (geha)

    Bearbeitet von Gerlinde Schlereth

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