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    Würzburg

    Leserforum: Bedürfnisse Aller aufeinander abstimmen

    Als Fußgänger, besonders als älterer, Behinderter aber auch als Eltern von kleinen Kindern überfällt einem beim Lesen dieser Entscheidung der Angstschweiß. Ist die Welt, ist der Stadtrat jetzt komplett verrückt? Bekommen jetzt die Radfahrer in unserer Stadt Narrenfreiheit?

    Ist es nicht beängstigend zu erleben, wie Radfahrer jeglicher Nichtbeachtung und Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer in der Fußgängerzone mit viel zu hoher Geschwindigkeiten fahren, bei dichtem Verkehr Gehwege oder Grünanlagen, wenn möglich, als Beschleunigungsspur benutzen, gegen die Einbahnstraßen fahren, Verkehrsampel nur als Hindernisse und nur für die Fahrzeuge zu beachtende Regelungen ansehen und Ampeln und Verkehrszeichen entweder missachten oder rechts vorbeifahren?

    Müsste der Stadtratsbeschluss nicht richtig heißen „ die Radfahrer vorrangig zu fordern, sich an die Verkehrsregeln zu halten und Rücksicht zu nehmen auf die anderen Verkehrsteilnehmer“,  und dies nicht nur gegebenenfalls, sondern sofort und nachhaltig durch verstärkte Kontrollen mit höheren Bußgeldern zu erreichen und durchzusetzen.

    Das gezeigte Verhalten einiger Radfahrer ist in meinen Augen „keine Kinderei, kein Hase und Igel Spiel“ sondern schlicht und einfach „fehlende Kinderstube, gepaart mit  jugendliche Überheblichkeit“!

    Ich will nicht bestreiten, dass bis vor wenigen Jahren die Forderungen und Ansprüche der Kfz-Lobby überbewertet und bevorzugt berücksichtigt wurden. Doch jetzt die gleichen Fehler zu machen in Hinblick auf die Radfahrer, wie das Beispiel des Bündnisses “Verkehrswende Jetzt“ zeigt, die Friedensbrücke mit zwei separaten Radfahrstreifen von je 2,30 Meter zu versehen unter Wegfall von zwei Fahrspuren, so dass die Friedensbrücke nur noch zwei Fahrspuren hat, ist ein Unsinn sonders gleichen. So eine verrückte Idee entspringt nur dem Geist von Chaoten, von unbelehrbaren Ideologen, die bewusst die Verkehrsteilnehmer gegeneinander aufhetzen und die unsere demokratische Gesellschaft ablehnen und zerstören wollen.

    Was wir brauchen sind kluge Köpfe, erfahrene Planer, die die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer optimal aufeinander abstimmen und dem Einzelfall entsprechend berücksichtigen. In einer urbanen Gesellschaft muss jeder Verkehrseilnehmer gleichberechtigt mit den anderen Verkehrsteilnehmern existieren und seinen Beitrag in der Gesellschaft leisten, ob Auto, Radfahrer oder Fußgänger.

    Sofern im Einzelfall in der Vergangenheit der Radverkehr gegenüber dem Autoverkehr vernachlässigt wurde, bzw. nicht berücksichtigt wurde, ist der Radverkehr „vorrangig zu fördern“.

    Winfried Kuttenkeuler
    97070  Würzburg

    Bearbeitet von Lena Berger

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