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    Würzburg

    Leserforum: Miteinander von Radlern und Autofahrern

    Als gebürtiger Würzburger war ich wieder einmal auf Besuch in der alten Heimat und habe die Leserbriefe zum Thema Radbeschluss gelesen. Man muss sich leider damit abfinden, dass es immer noch Autofahrer gibt, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben, weder Fahrrad noch ÖPNV als Alternativen anerkennen und in der Innenstadt am liebsten direkt vor dem Geschäft parken wollen. Als Außenstehender kann ich die Situation für Radler in Würzburg nicht beurteilen, laut Info von Freunden bestehen jedoch deutliche Defizite, die jetzt hoffentlich behoben werden sollen. 

    Als passionierter Radler möchte ich betonen, dass sich die Mehrzahl der Radfahrer an die Verkehrsregeln hält und Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und insbesondere Fußgänger nimmt. Zweiflern an den jetzt geplanten überfälligen Änderungen empfehle ich eine Reise nach Holland, am besten mit dem Fahrrad. Dort haben Radler absolute Priorität, überall auch in den Städten gibt es zumeist zweispurige Radwege, gefahrlose Übergänge selbst an Bundesstraßen, sichere Abstellmöglichkeiten mit ausreichender Kapazität, keine auf Radwegen parkenden Autos und ein friedliches Miteinander von Radlern und Autofahrern, die Radlern höflich die Vorfahrt lassen. Bei unseren holländischen Nachbarn hat das Umdenken bereits stattgefunden. Trotz Wind und Wetter ist ein Großteil der Bevölkerung auf das Rad umgestiegen und freut sich über eine bessere Lebens- und Luftqualität in den Städten. Immer noch gilt für viele der von Teilen der CSU und FDP ausgegebene Slogan "freie Fahrt für freie Bürger ". In Würzburg gibt es erfreulich viele Tempo-30 Zonen, die u.a. dem Schutz von Radlern dienen.

    Dr. Thomas Wilhelm
    87700 Memmingen

    Bearbeitet von Lena Berger

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