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    Heuchelhof

    Leserforum: Verfüllung ist keine Sanierung

    Zum Artikel "Wie viele Millionen muss die Stadt zahlen?" vom 12. Oktober erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

    Die Vorhaben der Eigentümer Heuchelhof-Tiefgaragen können so nicht akzeptiert werden, denn Verfüllung ist nicht gleich Sanierung. Nach circa 43 Jahren Mieter und Garagennutzer im Quartier H1 kamen schon 1994 Mängel an den Decken zutage, die nur notdürftig  gestoppt wurden. Eine Sanierung der Straßendecken beschränkte sich auf das Verfüllen der Risse mit Kaltteer.

    Nach Eigentümerwechsel beschränkte sich die Wartung nur auf das Allernötigste und Warten auf den Gerichtsentscheid. Eine Verfüllung der Stellplätze heißt: Große Baugruben, zum Teil bis an die Häuserwände, Parkplatzsuche, die schon heute besteht und der Verlust der Wohnqualität.

    Wo und wie Ersatz geschaffen werden soll – wie öffentliche Stellpätze oder Parkdecks – erschließt sich mir nicht. Auch die Zählung in den Decks ist nicht korrekt, da viele Nutzer im Freien parken. Oder ist man gar der Meinung, dass Sozialmieter im sozialen Wohnungsbau keine Autos brauchen oder haben?

    Alles in allem: Ein Trauerspiel der Stadt und der Eigentümer auf Kosten der Mieter. Aus dem Vorzeigestadtteil mit Autos unter Deck aus den 70er Jahren wurde ein vernachlässigter Problemstadteil!

    Rainer Münsterer
    97084 Würzburg

    Bearbeitet von Nico Christgau

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