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    Würzburg

    Leserforum: Weitere Bausünden vermeiden

    Zum Artikel "Der Plan: Bismarkquartier, EON-Gelände, Frankenhalle" vom 20. Juli erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

    Leider blieb in dem Artikel unerwähnt, dass auch kritische Fragen zur künftigen Gebäudehöhe des Bismarckquartiers gestellt wurden, auf die die Zuhörer von Seiten der Vertreter der Investorengruppe bloß recht ausweichende Antworten erhielten. Auch die zur Veranschaulichung dargebotenen Illustrationen zeigten nur einen Grundrissplan und eine schlecht erkennbare Fotomontage, aufgenommen hoch oben vom Stein.

    Schon jetzt gilt das Posthochhaus – ein überdimensionierter Fremdkörper, der den Blick auf die Weinberge versperrt – als Bausünde. Diese wird in der derzeitigen Planung nicht etwa korrigiert, sondern durch ein Zwillingshochhaus gleich daneben noch verschlimmert. Ebenfalls aus reinen Renditegründen soll die weitere Bebauung ähnlich massiv ausfallen, woran auch einige kosmetische Tupfer nichts ändern werden.

    Es ist durchaus bereichernd für unsere Stadt, dieses zentrale Gelände baulich neu zu nutzen – die Frage ist nur, ob zu jedem Preis. Herr Dürrnagel äußerte sich als einziger unter den anwesenden Stadtratsmitgliedern ausdrücklich gegen ein zweites Hochhaus und gegen die geplante Geschosshöhe. Wer kennt Würzburg wohl besser, wessen Herz hängt mehr an unserer Stadt? Investoren mögen sinnvolle Dinge tun, aber in erster Linie geht es ihnen doch um den Profit.

    Andrea Wolpert
    97080 Würzburg

    Bearbeitet von Lena Bayer

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