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    GAUKÖNIGSHOFEN

    Lieber eine Pumpe mehr als zu wenig

    Auch wenn derzeit alles unter der Dürre leidet, muss Vorsorge für das andere Wetterextrem, nämlich Starkniederschlag und... Foto: KLAUS L. STÄCK

    Alles stöhnt unter der seit Monaten anhaltenden Hitze und Dürre, die schwere Schäden angerichtet haben. Trotzdem beschäftigt man sich in Gaukönigshofen derzeit auch mit dem anderen Wetterextrem, nämlich Starkregen und Überflutungen.

    Das hat es in den vergangnen Jahren öfters in der Gemeinde gegeben, hauptsächlich in Acholshausen, aber auch in Wolkshausen. Die Feuerwehren und der Gemeinderat machen sich Gedanken, wie man die Wehren besser für solche Ereignisse rüsten und effektivere Hilfe ermöglichen kann. Ein Antrag der Feuerwehren auf Beschaffung von Schmutzwasserpumpen und eines Schlammsaugers wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung besprochen. Der Acholshäuser Kommandant Benedikt Körner hat für die Beschaffung Angebote eingeholt.

    Verwaltungsleiter Winfried Betz trug die Ergebnisse vor. Demnach koste beim günstigsten Bieter eine Pumpe mit einer Leistung von 1600 Litern pro Minute knapp 3300 Euro. Sie sollte nach Vorschlag der Verwaltung in Acholshausen stationiert werden. Dort wäre ein Privatmann sogar bereit, die Hälfte der Anschaffungskosten zu übernehmen. Zum Betrieb der Pumpe wäre aber auch noch ein neuer Stromerzeuger nötig, der rund 3400 Euro kosten würde. Der Schlammsauger käme auf ungefähr 4500 Euro und soll in Gaukönigshofen im Bauhof untergestellt werden, der ihn mit nutzen könnte. Aber auch allen Ortsteilen sollte das Gerät zur Verfügung stehen.

    Die Kommandanten hatten aber zur Beschaffung von vier Pumpen geraten. Auch im Gemeinderat gab es Stimmen, gleich mehrere Pumpen zu beschaffen. Denn Starkregenereignisse kämen häufiger und können nicht nur auf begrenztem Raum auftreten. Sabrina Körner erinnerte an ein Parallelereignis, wo neben Acholshausen auch Wolkshausen betroffen war. Die Wolkshäuser hätten kaum etwas ausrichten können, weil sie nicht über die Ausrüstung verfügten.

    Doch auch bei einem großen Schadensereignis, das nur einen Ort betrifft, könnten mehrere Geräte nötig sein. Bürgermeister Bernhard Rhein sagte, in Acholshausen habe sich bei einer Überflutung gezeigt, dass die vorhandenen Pumpen nicht reichten.

    Der Gaukönigshöfer Kommandant Christian Buchholz berichtete hierzu, man habe über Stunden hinweg viel Personal gebraucht und sogar Eimerketten gebildet, um Wasser aus Gebäuden zu bringen. Das hätten Berufstätige mitten unter der Woche bewerkstelligen müssen.

    Aus der Bevölkerung sei die vorwurfsvolle Frage gekommen, warum denn die Feuerwehr die nötigen Pumpen nicht habe. Mit besserer Technik könnte auch dafür Sorge getragen werden, dass mit den Personalressourcen schonend umgegangen werde, so Buchholz. Deshalb sollten seiner Meinung nach alle vier Pumpen angeschafft werden, um sie in den Ortsteilen zu stationieren. Der Schlammsauger sollte im Bauhof untergestellt werden. Auch in den südlichen Nachbargemeinden habe man in jüngster Zeit die Ausrüstung für Fluteinsätze ergänzt.

    Johannes Hemm hielt eine Abklärung mit der Kreisbrandinspektion für ratsam. Wenn die das Konzept für schlüssig halte, dann sollte es die Gemeinde umsetzen. Die zu erwartenden Gesamtkosten von etwa 22 000 Euro seien vertretbar.

    Norbert Roth riet dazu, die Tauglichkeit der vorhandenen Stromerzeuger zu ermitteln, bevor eine Ausschreibung gemacht wird. Das soll auch so geschehen, war sich der Gemeinderat ohne Beschluss einig. Bürgermeister Rhein sagte, dass die Ausschreibung für die Beschaffungen im ganzen Umfang getätigt werden sollte.

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