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    HETTSTADT

    Los entscheidet über Vergabe von Baugrundstücken

    Voraussichtlich bis Mitte Mai sollen die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Altensteig” abgeschlossen sein. Die Vergabe... Foto: Herbert Ehehalt

    Glückliche Gesichter, aber auch Tränen der Enttäuschung brachte die Vergabe der Grundstücke im Baugebiet „Altensteig“ mit sich, informierte Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (CSU/UBH) den Gemeinderat. Weil mehr Bewerber Interesse bekundet hatten, als Bauplätze zur Verfügung standen, erfolgte die Vergabe im Losverfahren unter notarieller Aufsicht. Angesichts des immensen Interesses sah Rothenbucher dieses Vorgehen als gerechtfertigt an.

    Ohne dass die Erschließung abgeschlossen war, gab es für die Bebauung des Baugebiets „Altensteig“ mit 50 Einfamilienhäusern und zwei Mehrfamilienhäuser mehr als 160 verbindliche Anfragen. Beim Vergabetermin für die Baugrundstücke wurden laut Rothenbucher alle Einzel-Grundstücke zugeteilt. Nach Einschätzung der Bürgermeisterin kommen mindestens die Hälfte der neuen Eigentümer aus Hettstadt.

    Im Vorfeld war eine Bewerbungsliste für die jeweiligen Grundstücke geführt worden. Bei mehrfachem Interesse wurden die betreffenden Grundstücke im Losverfahren vergeben. Grundsätzliche Voraussetzung für einen Zuschlag war die Vorlage einer Finanzierungsbestätigung. Nach Information der Bürgermeisterin fanden in der teilweise sehr emotionalen Vergabe-Veranstaltung alle 50 Grundstücke für Einfamilienhäuser neue Besitzer.

    Die einzige besondere Berücksichtigung bei der Vergabe habe den ehemaligen Grundstückseigentümern gegolten, berichtete Rothenbucher. Ihnen dankte die Bürgermeisterin für die Überlassung der Flächen, ohne die eine Bauland-Ausweisung nicht zu realisieren gewesen wäre.

    Der Gemeinderat soll die beiden Grundstücke für Mehrfamilienhäuser noch vergeben. Dabei möchte das Gremium den Schwerpunkt möglicherweise auf soziale Aspekte richten. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, bestätigte Rothenbucher auf Nachfrage dieser Zeitung.

    Die Grundstücke für Einfamilienhäuser waren voll erschlossen, einheitlich und ohne Berücksichtigung der Lage zum Preis von 200 Euro je Quadratmeter angeboten worden. Für die Grundstücke besteht ein Bauzwang innerhalb von fünf Jahren.

    Nach Einschätzung von Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher könnte die Erschließungsmaßnahme bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Der Spatenstich zu den Arbeiten auf einer Gesamtfläche von vier Hektar war im Juni erfolgt. Zwischenzeitlich sind alle Versorgungsleitungen verlegt. Der Verlauf der Erschließungsstraßen ist an den aufgestellten Masten der Straßenlampen zu erkennen. Aus wirtschaftlichen Gründen hatte der örtliche Gasversorger auf eine Verlegung von Leitungen verzichtet. Die Kosten dafür waren auf etwa 150 000 Euro geschätzt worden. Die überwiegende Zahl der Bauwerber habe kein Interesse an einer Gasversorgung gehabt, informierte Rothenbucher.

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