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    Höchberg

    Mainlandzentrum: Wie steht es um den neuen Allwetterplatz?

    Die Entscheidung für einen tegut-Markt am Mainlandzentrum war nicht ganz einfach. Jetzt geht es jedoch mit der Baustelle voran. Über den aktuellen Stand.
    Bürgermeister Peter Stichler (Mitte), sein Tiefbautechniker Robert Landeck (links) und Bauamtsleiter Alexander Knahn überzeugten sich vom Baufortschritt des neuen Allwetterplatzes am Mainlandzentrum, westlich des bisherigen Platzes, der einem neuen Lebensmittelmarkt weichen muss. Foto: Matthias Ernst

    Kurz vor Weihnachten wurde der westliche Teil des Allwetterplatzes am Mainlandzentrum in Höchberg mit Bauzäunen abgesperrt und vielen wurde da erst bewusst, dass es nun mit dem Bau des neuen Gebäudes für den tegut-Markt am Hexenbruch losgeht. Dann folgte die Winterpause bei der Baufirma und nichts passierte. Das hat sich mit dem milden Wetter nun geändert. Seit kurzem fahren die Baumaschinen, reißen auf, planieren und stellen Betonfertigteile auf. Dies alles sind Vorbereitungen für den neuen Allwetterplatz, den der Gemeinderat bei seinem Beschluss zum Neubau des Lebensmittelanbieters gefordert hatte.

    Höhenmeter müssen aufgeschüttet werden

    Denn auf einem Teil des bisherigen Sportplatzes wird in Zukunft Parkraum für die Kunden entstehen. Bauamtsleiter Alexander Knahn rechnet damit, dass in den Sommerferien mit den arbeitsintensiven Erdarbeiten begonnen wird. Dann soll auch der restliche Allwetterplatz Geschichte sein. Bürgermeister Peter Stichler ist es bei einem Ortstermin an der jetzigen Baustelle wichtig, dass der neue Allwetterplatz zuerst fertig gestellt wird und dann der alte Platz abgerissen. Dabei ist die Baustelle nicht ganz einfach. Mehrere Höhenmeter müssen aufgeschüttet werden, um auf das Niveau des alten Platzes zu kommen. Glücklicherweise könne Material aus dem Aushub in unmittelbarer Nähe von der Laufbahn verwendet werden, sonst wären noch Entsorgungskosten für den guten Mutterboden entstanden.

    Schwere Maschine arbeiten bis Ende März

    Denn, so ergänzt Tiefbautechniker Robert Landeck, die Entsorgung von Erdaushub ist mittlerweile ein echtes Geschäft für die Entsorger geworden. Selbst wenn es sich um guten und unbelasteten Mutterboden handelt, wird er zum Abfall, wenn er die Baustelle verlässt. Da komme selbst beim Bau eines Einfamilienhauses ein höherer fünfstelliger Betrag zusammen. Bei größeren Baustellen sind es entsprechend mehr.

    Im Rahmen des Neubaus des Allwetterplatzes wird auch schon die Baustellenzufahrt für den Neubau des Lebensmittelmarktes angelegt, damit die Baufahrzeuge nicht über die Münchner Straße an ihren Arbeitsplatz fahren müssen und die Lernruhe der vielen Schüler am Standort Mainlandzentrum nicht allzu sehr stören. Sie dient später, nach Abschluss der Arbeiten, als Zufahrt zu den Parkplätzen des neuen Marktes von der Waldstraße aus. Die schweren Maschinen sind noch bis Ende März vor Ort. Dann sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen, hofft Landeck.

    Über die Gesamtkosten

    Veranschlagt für den Tiefbau sind 220 000 Euro. Hinzu kommen noch 40 000 Euro für eine neue Zaunanlage, wobei versucht werde, möglichst viele Teile des bisherigen Zaunes weiter zu verwenden. Anschließend kommt eine Spezialfirma und bringt den Sportplatzbelag auf. Zusammen mit Markierung und Wiederherstellung der Weitsprunggrube sind nochmals 60 000 Euro vorgesehen. Zusammen wird der neue Platz also etwa 320 000 Euro kosten. Doch Bürgermeister Stichler sieht das Geld gut investiert. Ihm und dem Gemeinderat ist es wichtig, dass weiterhin eine sportliche Betätigung in der Freizeit der Schüler möglich ist. Selbst das derzeit eingeschränkt nutzbare Restfeld des alten Platzes ist fast zu jeder Tageszeit belegt und wird zum Kicken genutzt. Besorgte Eltern hatten schon befürchtet, dass ihre Kinder in Zukunft nicht mehr am Mainlandzentrum spielen können. Doch dies sei nie die Absicht gewesen, beruhigt Peter Stichler die Gemüter. Selbst wenn der neue Lebensmittelmarkt gebaut wird, bestehe immer noch die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen.

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