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    WÜRZBURG

    Manege frei für die Kleinen

    Geschickt lassen diese zwei Mädchen Hula-Hoop-Reifen kreisen – oder springen durch sie hindurch. Foto: Ivana Biscan

    Ein roter Vorhang mit goldenen Sternen ist zwischen zwei Stelltafeln befestigt. Darunter schauen kleine Füße hervor, die nervös hin und her tippeln.

    Im Haus des gemeinnützigen Kunst- und Kreativvereins K.L.E.K.S sitzen Eltern mit kleinen Kindern auf zu kleinen, bunten Stühlen davor und warten gespannt auf den Vorstellungsbeginn. Sie sind genauso ungeduldig, wie die Kinder, die gleich ihren großen Auftritt haben.

    Peter Baumann, auch bekannt als Clown Batschu, begrüßt die Eltern und lobt die Kinder, die im Rahmen der Main-Post-Akademie am Kurs „Tauche ein in die Zirkuswelt“ teilgenommen haben. „Ich muss euch ein Kompliment machen, ihr habt super Kinder“, sagt er und dreht die Musik auf – es geht los.

    Die Kinder kommen mit strahlenden Gesichtern hinter der Stellwand hervor und zeigen als erste Nummer ihre Fähigkeiten im Seilhüpfen. Einzeln, zu zweit, zu dritt und sogar im Liegestütz. Ein Mädchen macht sogar ein Rad durch das schwingende Seil.

    Barfuß auf Glasscherben

    Es geht weiter mit den Hula-Hoop-Reifen und dann mit dem Balance halten auf der Laufkugel. Die Kinder sind zwischen sieben und 13 Jahren alt und steigen dennoch alle mit dem selben Selbstbewusstsein auf die große, gelbe Kugel, auf der sie sich nach vorne bewegen. Ein Junge hält währenddessen sogar Stöcke, auf denen sich Plastikteller drehen, in den Händen. Die Eltern und kleinen Geschwister klatschen begeistert.

    Kursleiter Wolfgang Fersch (links) und Peter Baumann begleiten die Vorstellung musikalisch. Foto: Ivana Biscan

    Die ausgelassene fröhliche Stimmung wird jedoch kurz durch eine angespannte Stille unterbrochen, als K.L.E.K.S.-Mitarbeiter Wolfgang Fersch alias Clown Frosch ein Brett mit Nägeln auf die Turnmatten stellt und ein Tuch, in dem sich grüne Glasscherben befinden, ausbreitet. Doch auch diese Herausforderung meistern die Kleinen mit Bravour: Zuversichtlich stellen sie sich barfuß auf die Nägel und Glasscherben, verschränken die Arme und schauen lässig ins Publikum.

    „Die Kinder haben zusammengehalten“

    Die Jungs und Mädchen führen noch viele weitere Kunststücke auf. Sie jonglieren, schlagen Räder, laufen mit bunten Tüchern winkend vorwärts und rückwärts über ein Drahtseil und bilden Pyramiden. Sie bleiben die ganze Aufführung über konzentriert, alles läuft reibungslos ab und sie arbeiten harmonisch im Team.

    Die kleinen Artisten arbeiten zusammen und bilden eine menschliche Pyramide. Foto: Ivana Biscan

    Im Kunst-K.L.E.K.S.-Haus soll Kindern auf verschiedene Art und Weise Kunst und Kultur nahe gebracht werden und sowohl das Selbstwertgefühl als auch die Fähigkeit im Team zu arbeiten gestärkt werden. „Die Kinder haben zusammengehalten und sich gegenseitig geholfen wo es wichtig war. Und das war Sinn und Zweck dieser Woche“, sagt Peter Baumann. Aber nicht nur die Kursleiter und die Eltern sind begeistert, sondern auch die jungen Teilnehmer, wie die 13 Jahre alte Marie: „Es war sehr schön und unterhaltsam. Und sehr gut betreut. Ich kann es nur empfehlen.“

    Ein Junge steht gelassen auf dem Nagelbrett – als würde er dies jeden Tag tun. Foto: Ivana Biscan
    Bunte Tücher schwirren durch die Luft, während die Kinder über ein Drahtseil laufen. Foto: Ivana Biscan

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