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    Estenfeld

    Mehr Platz für Kleinkinder und für Autos

    Die Bürgerbegehung führte auch zur Pfarrwiese. Foto: Ulrike Roth

    Es war eine erfolgreiche Premiere: Zahlreiche Estenfelder kamen am Donnerstag zur ersten Bürgerbegehung, zu der der Gemeinderat und Bürgermeisterin Rosi Schraud eingeladen hatten. Die Bürger konnten sich bei dieser Gelegenheit über die neuesten Projekte der Gemeinde informieren und direkt vor Ort Fragen stellen.

    Treffpunkt war an den neuen Kinderkrippen-Containern, die wenige Tage zuvor per Lastkran angeliefert und aufgestellt worden waren, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Estenfeld. Die Bürgermeisterin erklärte, warum die Anschaffung notwendig gewesen sei. Erfreulicherweise habe Estenfeld eine hohe Geburtenrate. Um dem gestiegenen Betreuungsbedarf nachkommen zu können, musste eine Übergangslösung her, denn in der bestehenden Kinderkrippe reichte der verfügbare Platz nicht mehr aus.

    Bernhard Schubert vom Architekturbüro bluebox (Würzburg) erklärte die Planung und die Ausführung der Interims-Kinderkrippe. Im Innenbereich konnten die noch leeren Räume besichtigt werden. Der Standort erfordere ein Zusammenrücken aller Nutzer des Schulgeländes, sagte Schraud. Ausdrücklich bedankte sie sich bei den beiden Schulleitern für die konstruktive Zusammenarbeit. Auch lobte sie den großartigen Einsatz der Bauhofmitarbeiter, die es überhaupt erst möglich gemacht haben, dass man so gut im Zeitplan liege. Bis zum Einzug der Kleinen ist nach den Worten Schrauds noch einiges zu tun. Die Möblierung der Räume und der Außenbereich sind noch nicht fertig. Aber bis zur Einweihungsfeier am 28. September werde das gelingen, sagte Schraud voller Zuversicht.

    Die Pfarrwiese am alten Friedhof war die zweite Station der Bürgerbegehung. Hier war bereits bei der Durchführung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) Handlungsbedarf erkannt worden. Marie-Line Le Léannec vom Planungsbüro Schlicht, Lamprecht und Schröder (Schweinfurt) stellte die Planung vor, die eine Aufwertung des gesamten Grundstücks vorsehe. 20 Parkplätze (mit Behindertenstellplatz) sollen entstehen, dazu Raum für Motor- und Fahrräder. Der bestehende Bildstock solle in den Platz integriert werden, zusätzlich würden Sitzmöglichkeiten geschaffen. Eine fußläufige Verbindung zum Friedhof solle kurze Wege garantieren.

    Bürgermeisterin Schraud versicherte, dass darauf geachtet werde, möglichst viel Grün zu erhalten oder alternativ neue Bäume zu pflanzen. Zahlreiche Anwohner, die zur Pfarrwiese gekommen waren, bestätigten die in diesem Bereich herrschenden Parkprobleme. Sie begrüßten die Initiative der Gemeinde und wünschten sich zusätzlich eine schärfere Überwachung des ruhenden Verkehrs.

    Aus Sicht von Bürgermeisterin und Gemeinderäten war die Bürgerbegehung eine gelungene Veranstaltung. Schraud versprach, es werde in unregelmäßigen Abständen weitere derartige Termine geben. Als nächstes größeres Projekt stehe zum Beispiel die Sanierung des „Scheidmännleins“ an.

    Bearbeitet von Lena Berger

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