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    WÜSTENZELL

    Melodien sind wie Sonnenschein

    Der Chor des „Liederkranz“ Wüstenzell bei einem seiner Stücke, im Vordergrund das Publikum. Foto: Annika Zorn

    Im festlich geschmückten Pfarrheim fand der Liederabend des Männergesangvereins „Liederkranz“ Wüstenzell statt. Vorsitzender Bernhard Laudenbacher begrüßte dazu vier Gastchöre.

    „In politisch turbulenten Zeiten, wie wir sie gerade global und national wahrnehmen, ist ein gewisser Hang zur Rückbesinnung auf Heimat und Gemeinschaft festzustellen“, sagte Laudenbacher. Singen in Gemeinschaft sei laut einer Studie gesundheitsfördernd. Deshalb sollte der Liederabend den Gästen auch dem allgemeinen Wohlbefinden dienen, was eindeutig gelungen ist.

    Mit „Heimatglocken“ eröffnete der Gastgeber-Chor unter seinem Dirigenten Bernhard Erb den Liederabend, um gleich danach mit einem Bierlied die Geselligkeit anzuregen.

    Der Männergesangverein „Frohsinn“ Helmstadt unter der Leitung von Rainer Kogelschatz wartete mit „Dona Pacem Domine – Herr gebe Frieden“ und der russischen Volksweise „Moskau bei Nacht“ auf. Im zweiten Teil standen „Melodien sind wie Sonnenschein“, der „Zottelmarsch“ und „Conquest of Paradise“ auf dem Programm.

    Dirigentin Eleonore Klein dirigierte den Gesangverein Schollbrunn, der mit den zeitgemäßen Liedern „Ihr von morgen“, „Weil'sd a Herz host wie a Bergwerk“, „Ich wollte nie erwachsen sein“, dem südafrikanischen Zulu-Song „Siyahamba“ und „You raise me up“ die Emotionen der Zuhörer entflammte.

    Der Gesangverein „Gemütlichkeit“ Leinach sang das Lied „Weit, weit weg“, bevor er im munteren Dialog mit einer „Netten Begegnung“ weiterfuhr. Schöne Melodien erklangen auch mit den Arrangements von Dirigent Christian Brüggemann („Shenendoah“ und „Swanee River“) und dem Klassiker „La Montanara“.

    Der Liederkranz Dertingen unter der Leitung von Hanna Stollberger trug „What a Saturday night“ und das Südtiroler Volkslied „Fein sein, beinander bleib'n“ vor. Ein afrikanisches Lied mit dem Titel „Shei gobe“, das Liebeslied „Come again“ und ein Abschiedslied aus dem alpenländischen Raum präsentierten die Sängerinnen und Sänger aus Dertingen.

    Eine Abordnung des Gesangvereins „Eintracht“ Wenkheim ließ es sich trotz Verhinderung des Dirigenten nicht nehmen, am Liederabend teilzunehmen.

    Den Liederabend nahm Vorsitzender Laudenbacher zum Anlass, einige Ehrungen auszusprechen für Männer, die mindestens 25 Jahre im Chor mitgewirkt haben. Den drei Aktiven wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

    Es sind dies Joachim Müller, seit 1973 im Verein und aktiv im 1. Tenor, auch mit gelegentlichen Solopartien. Besonders zu erwähnen ist seine Treue zum Chor und zu seinem Heimatort Wüstenzell. Denn seit 1981 wohnt er in Tiefenthal und scheut dennoch nicht den Weg zu den Chorproben und Auftritten in Wüstenzell.

    Roland Müller ist dem Verein 1972 beigetreten und auch von Anfang an ein wichtiger Bestandteil im 1. Tenor. Seit 39 Jahren erledigt er sehr zuverlässig die Aufgaben als Kassierer, wobei er bis 1983 gleichzeitig als Schriftführer fungierte.

    Ebenfalls seit 1972 im Verein ist Bernhard Erb. Er trat 1997 als Dirigent in die Fußstapfen seines Vaters Alfred und ist auch in der Vorstandschaft für die Organisation zuständig.

    Mit den Liedern „Im Abendrot“ und „Ich hab den Wind belauscht“ leitete der „Liederkranz“ Wüstenzell das Finale des Liederabends ein.

    Das Frankenlied war der Auftakt zum geselligen Fortgang, denn der Vorsitzende des Gesangvereins Schollbrunn, Tobias Pfenning, gestaltete den Abend dann mit seiner Ziehharmonika als „Wirtshaussingen“.

    ps

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