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    Kirchheim

    Mergentheimer Straße in nur acht Wochen ausgebaut

    Gemeinsam eröffneten Bürgermeister Björn Jungbauer und Landrat Eberhard Nuß in Kirchheim die frisch sanierte Mergentheimer Straße im Beisein von Baufirma, Planer und Bevölkerung. Foto: Matthias Ernst

    Nach nur acht Wochen Bauzeit wurde nun der westliche Teil der Mergentheimer Straße in Kirchheim dem Verkehr offiziell übergeben. Viele Anwohner und Bürger waren der Einladung gefolgt, um zusammen mit Bürgermeister Björn Jungbauer, Landrat Eberhard Nuß und Vertretern des staatlichen Bauamtes, der Firma Boller Bau und des Büros Planungschmiede die Eröffnung des frisch fertiggestellten Teilstückes zu feiern.

    Bürgermeister Jungbauer sprach von einer "großen Maßnahme für die Gemeinde" bei seiner Ansprache. Er meinte damit nicht nur die Straßensanierung, beziehungsweise den Ausbau, sondern auch die Ansiedlung der Firma Norma am Ortsausgang Richtung Wittighausen. Der Lebensmitteldiscounter hatte ein paar Tage vor der offiziellen Eröffnung der Straße seine Türen geöffnet und die Bevölkerung nimmt die neue Einkaufsmöglichkeit gerne an.

    Auf einer Länge von 250 Metern war die Straße im Vollausbau saniert worden und das in "Rekordzeit von nur acht Wochen", betonte der Bürgermeister. Zusammen mit der Straße wurde ein Gehweg angelegt und ebenso ein Radweg, der im kommenden Jahr den Lückenschluss nach Baden-Württemberg herstellen soll. Damit ist dann eine radfahrertaugliche Verbindung vom Main bis an die Tauber entlang der Bahnstrecke gegeben. Lange hatte man um diese Verbindung gekämpft, nun sei sie greifbar nahe.

    Projekt kostet 1,15 Millionen Euro

    Mit der fußläufigen Anbindung an das neue Gewerbegebiet stehe der Bevölkerung mehr Lebensqualität zur Verfügung, so Jungbauer. Er hofft auf den restlichen Flächen neben dem Discounter noch weiteres Kleingewerbe ansiedeln zu können. Der Bürgermeister dankte den Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis für die insgesamt 1,157 Millionen kostende Maßnahme. Er sieht den Ausbau als einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Gemeinde.

    Gleichzeitig mit dem Straßenau wurde auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge auf dem Gelände der Norma errichtet durch die Firma Überlandwerk Schäftersheim (ÜWS). Hierfür hatte der Landkreis einen Zuschuss von 1.000 Euro gegeben, die Gemeinde beteiligte sich mit einem Betrag von 2.451 Euro an den Planungs- und Bereitstellungskosten. Man wolle mit der Ladesäule einen Beitrag für die Zukunft leisten, so Landrat Nuß, der ebenfalls mit einem Elektroauto mit "ausreichender Reichweite" zum Eröffnungstermin gekommen war. Mittlerweile gibt es im Landkreis 15 öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge und die Tendenz zeige nach oben, ebenso wie die Zulassungszahlen, fuhr Nuß fort. Waren es 2015 noch 93 rein elektrisch betriebene PKWs im Landkreis gemeldet, sind es 2018 bereits 237 und 15 LKW. Bereits seit 2009 setzt sich der Landkreis für eine bessere Versorgung der elektrisch betriebenen Fahrzeuge ein. Man baute im Landratsamt eine kostenlose Ladestation und schaffte 2011 das erste Elektroauto an. 2016 kamen zwei weitere hinzu und natürlich weitere Ladestationen, um den wachsenden bedarf zu decken.

    Anreiz für mehr Elektromobilität

    Von Seiten der ÜWS stellte Tobias Reindel die Vorzüge der neuen Ladestation in Kirchheim vor. "Die Ladestation (Typ ABL eMC3, Anschlussleistung 63A, 44kW) ist für das gleichzeitige laden zweier Fahrzeuge geeignet", so der Fachmann. Man könne in einer Stunde rund 80 Prozent der Ladeleistung erreichen und sei sei damit mit seinem Fahrzeug wieder mobil nach dem Einkauf. Die Abrechnung erfolge nach Leistungsaufnahme über die Handy-Rechnung und das sei ein sehr einfach zu gehendes Verfahren. Reindel war natürlich auch mit einem Elektroauto gekommen und beide Fahrzeuge wurden an der Ladesäule, die übrigens die erste überhaupt auf einem Parkplatz der Firma Norma ist, geladen.

    Bürgermeister Jungbauer bedankte sich für die unkomplizierte Zusammenarbeit und hofft mit dem Angebot für die Zukunft einen Anreiz für mehr Elektromobilität geschaffen zu haben.

    Tobias Reindel (ÜWS), Bürgermeister Björn Jungbauer und Landrat Eberhard Nuß waren die ersten Nutzer der neuen Elektro-Tankstelle in Kirchheim Foto: Matthias Ernst

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