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    Güntersleben

    Miete für Schützenhaus zu hoch

    Die Schützengilde Güntersleben ist ein vergleichsweise junger Verein. Die etwa 40 Mitglieder üben ihren Sport motiviert und aktiv aus. Es fehlt jedoch an Geld, um die Miete von 6000 Euro für die Vereinsräume zu zahlen. Ein eigenes Schützenhaus scheint in weiter Ferne. Nun hat die Gemeinde wie im Vorjahr einem Antrag auf einen Zuschuss von diesmal 2500 Euro zugestimmt. Ursprünglich war in der Beschlussvorlage der Gemeinde das Wörtchen "letztmals" vorgesehen. Nach einigen Diskussionen wurde es gestrichen. Allerdings gibt es den Zuschuss nur mit der Auflage, dass der Verein im Gegenzug die Pflege einer gemeindlichen Grünanlage übernimmt.

    Der Gemeinderat folgte damit einer Anregung von CSU-Rätin Ira Wolz. Sie betonte jedoch auch, dass der Verein "dauerhaft" nicht in der Lage sei, die Kosten für das angemietete Schützenhaus nahe dem Feuerwehrgerätehaus zu "stemmen". Der Zuschuss helfe dem Verein nur ein weiteres Jahr weiter. SPD-Rat Gerhard Möldner ging noch einen Schritt weiter: Er sprach von einem "Fass ohne Boden" und schlug vor, auf die Sportler vom TSV zuzugehen und über einen gemeinsamen Weg nachzudenken. Er gab zudem zu bedenken, dass die Vereinsförderung, die auch andere Vereine bekommen, nur zu den freiwilligen Leistungen der Gemeinde zähle. In schlechten Zeiten könne sie von der Kommunalaufsicht gestrichen werden.

    Aktive Jugendarbeit

    Hinter den erst 1993 gegründeten Verein stellte sich als Vereinssprecher Chris Grötzner (UBG). Ihm sei wichtig, dem Ort den Verein zu erhalten und verwies darauf, dass ihn eine aktive Jugendarbeit auszeichne. Zuletzt habe er eine Blasrohr-Gruppe neugegründet und Mitglieder dazugewonnen.

    Michael Fleder, UBG-Gemeinderat und zugleich Schützenmeister der Gilde, war von den Diskussionen ausgeschlossen. Auf Nachfrage bestätigte er, dass der Verein "langsam, aber stetig" wachse. Auch habe man nach geeigneten Hallen Ausschau gehalten, um die Miete zu sparen. Diese kann der Verein aus Mitgliedsbeiträgen nur etwa zu einem Drittel abdecken. Die geschätzten Renovierungskosten erreichten jedoch rasch um die 100 000 Euro. Helfen könnte ein neues Sonderförderprogramm des Freistaats für den Bau von Vereinsstätten, das eine Förderung von 75 Prozent beinhaltet, erklärte er. Eine Kooperation mit dem TSV möchte Fleder nicht ausschließen. Dies scheint jedoch das Mittel der letzten Wahl.

    Mit dem Gemeinderatsbeschluss hat der Verein Zeit gewonnen. Es fehlte nicht an Hinweisen, mehr in die Öffentlichkeit zu gehen, Werbung und Sponsorensuche zu betreiben. Öffentlich wahrgenommen werde der Verein allein durch die Dorfmeisterschaft mit der Schützenproklamation, stellte Johannes Oehrlein von der CSU fest.

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