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    Kürnach

    Ministerin Schreyer: Bei der Kinderbetreuung  flexibler werden

    Die Bayerische Familienministern Schreyer besichtigte die Baustelle an der Kürnacher Grundschule. Wann für die Ministerin die Welt für einen Augenblick in Ordnung ist.
    Bei dem Besuch der Baustelle an der Grundschule trug sich die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit, und Soziales, Kerstin Schreyer (sitzend), in das "Goldene Buch" der Gemeinde Kürnach ein. Mit ihr freuten sich (von links) Siggi Bayerl (Zweite Bürgermeisterin), Rektor Stefan Baumann, Bürgermeister Thomas Eberth, Birgit Börger (Bürgermeisterin Prosselsheim), Landrat Eberhard Nuß, Manfred Ländner (CSU-Landtagsabgeordneter), Edgar Kamm (Dritter Bürgermeister) und Kerstin Celina (Landtagsabgeordnete der Grünen). Foto: Aurelian Völker

    Hoher Besuch aus München in Kürnach: Kerstin Schreyer, die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, sprach bei einer Baustellenbesichtigung an der Kürnacher Grundschule über den Wandel in der Kinderbetreuung. An der Schule entstehen im neuen Obergeschoss neue Räume, im Untergeschoss des Anbaus wird gleichzeitig ein neuer Kindergarten gebaut. Beim Rundgang mit der Ministerin erläuterte Bürgermeister Thomas Eberth den Anbau an das bestehende Schulgebäude. Da man nie wisse, wie sich die Kinderzahl entwickelt, gebe es im Untergeschoss künftig einen Übergangsbereich. Dieser könne je nach Bedarf für die Schule oder den Kindergarten genutzt werden.

    Es werden 24 neue Krippen- und 50 neue Kindergartenplätze geschaffen. Damit kann die Gemeinde dann 84 Krippen- und 225 Kindergartenplätze anbieten. Die Schule besuchen derzeit 246 Schüler aus  Kürnach und Prosselsheim, aufgeteilt auf elf Klassen. "Und es kommen wieder geburtenstarke Jahrgänge nach", freut sich Rektor Stefan Baumann über die neuen Räumlichkeiten. 137 der 246 Schüler nutzen die Mittagsbetreuung. Im Obergeschoss, das die Ministerin aufgrund fehlender Schwindelfreiheit nicht besichtigen konnte, wird es zur Verpflegung eine Küche geben. 

    Ministerin:  Weitere Fachkräfte in der Kinderbetreuung nötig

    Nach dem Rundgang sprach die Ministerin: "Jeder Minister wird behaupten, dass sein Ministerium das wichtigste ist. Bei meinem stimmt das auch." Denn ihr Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales habe so vielfältige Aufgaben, dass jeder Bürger davon betroffen sei.

    "Aufgabe der Politik ist es nicht, zu bewerten, sondern zu reagieren." Und aktuell müsse die Politik auf sich verändernde Betreuungsformen reagieren, fügte Schreyer hinzu. Man müsse flexibler werden, denn die Kinder würden am Morgen immer früher gebracht und abends immer später abgeholt. Zwar sei immer wieder von einem Fachkräftemangel die Rede, die Anzahl der Erzieherinnen habe sich jedoch in den vergangenen zehn Jahren von 23 000 auf 50 000 mehr als verdoppelt. Dennoch brauche Bayern weiter Fachkräfte in der Kinderbetreuung. Deshalb müsse, so Schreyer,  darüber diskutiert werden, die Ausbildung zum Erzieher von fünf auf vier Jahre zu verkürzen, ohne dass dabei die Qualität leide.

    Lob für die Arbeit der Erzieher 

    "Eines dürfen wir nie vergessen", wird Schreyer in ihrer Rede emotional, "Kinder haben keine Stimme. Wir müssen ihre Perspektive einnehmen und uns fragen, was brauchen Kinder?" Diese hätten auch ein Recht darauf, zuhause zu sein, Privatsphäre zu haben, oder sich einfach mal mit anderen Kindern auf dem Bolzplatz zu treffen. Selbst Mutter, habe Schreyer immer nach einer Lösung gesucht, dass ihre Tochter nie rund um die Uhr in Betreuung ist.

    Am Ende lobt Schreyer die Arbeit der Erzieher: "Unsere Erzieher leisten ganz hervorragende Arbeit für das höchste Gut, das wir haben: Unsere Kinder." Als gelernte Sozialpädagogin wisse sie, dass es nichts Schöneres gebe, als in lachende Kinderaugen zu sehen. Dann sei die Welt für einen Moment wieder in Ordnung.

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