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    WÜRZBURG

    Polizeipferde: Markus Söder vergaloppiert sich

    Markus Söder will eine „bayerische Kavallerie” - bei der Polizei kommt das nicht gut an. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Markus Söders Ziel im Wahljahr ist klar: Er will gut ankommen bei den Leuten. Bei seinen Auftritten lässt sich das beobachten. Er ist informiert, weiß, was sein Publikum hören will, verspricht, wonach seine Zielgruppen verlangen. Seine Forderungen – und sind sie auch oft nur Symbolpolitik – kommen an. Selbst der von Kirche und Opposition stark kritisierte Kreuz-Erlass findet Umfragen zufolge bei einer Mehrheit der Bayern Zustimmung.

    Auch die Polizei wollte Söder mit einem symbolpolitischen Akt ködern. Doch mit seiner Kavallerie-Idee hat sich der Ministerpräsident vergaloppiert. Bei der Polizei lacht man über die geplante Anschaffung von Dienstpferden. Sogar Ärger macht sich breit, weil das Geld an anderer Stelle besser investiert wäre. Söder hätte sich hier nicht auf sein Bauchgefühl, sondern auf eine Expertenmeinung verlassen sollen. Denn Sachpolitik ist komplexer als Symbolpolitik.

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