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    SONDERHOFEN

    Ministranten musizieren mit Ratschen und Kerre

    Ratschen brachten die Sonderhöfer Ministranten in der Kirche zum Einsatz Foto: Hannelore Grimm

    Dass die Ratschen, die ansonsten am Karfreitag und Karsamstag das Läuten der Glocken ersetzen, bereits am Vorabend des Palmsonntags zum Einsatz kommen, das war eine Premiere in der Kirche St. Johannis des Täufers.

    Für die Besucher, die zuvor dem Tönen der renovierten und neugeweihten Orgel gelauscht haben, hielt Pfarrer Klaus König diese besondere Überraschung bereit. Die Idee des Geistlichen zur Gründung eines Kerr- und Ratsch-Orchesters setzte Kurt Müller in die Tat um.

    Der ehemalige Musiklehrer schulte die 19 Ministranten darin, die Ratschen und eine Kerre harmonisch in dem Rhythmus zu schwingen und zu bedienen, mit denen sie auch während der Kartage die Menschen an die Gebete erinnern und zum Gottesdienst aufrufen werden.

    Unterbrochen wurde das Geklapper durch die so genannten Ratsch-Sprüche. Diese Sprüche, die von den Ratschemädchen und Ratschenbuben bei ihren Gängen durch die Gemeinde aufgesagt werden, haben „Zur Ölbergnacht“, „Zum Kreuzweg“, „Zur Todesstunde Jesu“ ebenso zum Thema wie der Spruch „Zur Grabesruhe“.

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