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    Würzburg

    Mit Design Thinking Exponate zum Sprechen bringen

    Wie können wir Exponate zum Sprechen bringen? Welche Kommunikationsmittel und braucht es, um im Sinne der Inklusion Inhalte möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Studenten der Fachrichtungen Museologie, Mensch-Computer-Systeme und Soziale Arbeit in einem Projektseminar. Sie trafen sich beim Studientag „Klartext Kunst! Inklusive Methoden der Kommunikation und Vermittlung für das Museum am Dom“ der Universität Würzburg, um neue Ideen für inklusive Angebote im Museum zu entwickeln. Das schreibt das Museum am Dom in einer Pressemitteilung.

    Die verwendete Technik – das „Design Thinking“ – sei aus der Produktentwicklung entlehnt. Ziel sei es laut Pressemitteilung, das „Produkt“, in diesem Fall die Ausstellung, so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Hierfür wurden zunächst Besucher bei ihrem Ausstellungsbesuch beobachtet und deren Verhalten, Interaktionen und Äußerungen auf Post-its festgehalten. In einem zweiten Schritt wurde diese Sammlung kategorisiert und auf einer Wand festgehalten. Der nächste Schritt erfolgte beim Studientag: Bei einem „Wall-Walk“ konnten die Teilnehmer die Äußerungen durchlesen und ihre Designideen hinzufügen. Auf diese Weise entstand ein bunter Ideenpool für die zukünftige Dauerausstellung des Museums am Dom.

    Am Nachmittag hörten die Studenten ergänzende Expertenvorträge. So sprach Professor Dr. Dieter Kulke (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt) über das Thema „Disability Studies“. Svenja Gaube, beim Deutschen Technikmuseum Berlin zuständig für den Besucherservice, referierte über „Herausforderungen, Chancen und Grenzen digitaler Strategien“. Den Abschluss bildete der Vortrag „Den Besucher im Blick: Contextual design im Museum“ von Stephan Huber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Psychologische Ergonomie der Universität Würzburg, der den Bogen zu der am Vormittag angewandten Methode schlug.

    Bearbeitet von Carolin Schulte

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