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    Eisingen

    Mittagsbetreuung kommt ins Gemeindehaus

    Der Gemeinderat beschloss mit drei Gegenstimmen, die Schulkindbetreuung während der Sanierung der Grundschule im Gemeindehaus unterzubringen. Auch die Sperrung des Kirchplatzes während der  Betreuungszeiten ist beschlossene Sache, damit die Kinder dort spielen können. Foto: Wilma Wolf

    Im Rahmen einer Sondersitzung beschloss der Gemeinderat, die Schulkindbetreuung während der Sanierungsphase der Grundschule Eisingen im Gemeindehaus unterzubringen. Als Grundlage für den Beschluss stellten die Architekten Andreas Hanisch und Martin Doldzunächst zwei mögliche Varianten der Unterbringung vor. Hanisch hatte eine sogenannte Interimslösung mit Containern erarbeitet.

    Auf einer unbefestigten Fläche südlich der Schule müssten dafür 17 Container mit einer Gesamtfläche von 256 Quadratmetern aufgestellt werden, sagte er. Der Vorplatz müsste geschottert werden, um die Anlage trockenen Fußes zu erreichen. Weiterhin müsse das Gelände aufgeschüttet werden, um eine ebene Fläche zu bekommen. Am Hang müsste ein Holzgeländer angebracht werden.

    Hohe Gesamtkosten

    Die Kosten nur für das Herrichten des Geländes liegen laut Hanisch bei 85 000 Euro. Die Gesamtkosten mit Kauf der Container belaufen sich auf 478 379 Euro. Dies im ohnehin problematischen Haushalt der Gemeinde zu finanzieren, sei sehr schwierig, meinte Bürgermeisterin Ursula Engert. Zudem seien auch die laufenden Kosten für die Container sehr hoch.

    Architekt Martin Dold hatte indes ein Konzept zur vorübergehenden Unterbringung der Schulkinder im Gemeindehaus ausgearbeitet. Demnach könnten im Erdgeschoss 30 bis 40 Kinder problemlos das Mittagessen einnehmen. Eine Küche sei schon vorhanden, das Bad könnte zum WC umfunktioniert werden. Einen Stock höher wäre dann noch ein WC, ein großes Foyer und zwei große Räume. Insgesamt seien 175 Quadratmeter nutzbar.

    "Bei der Sanierung würden wir aber nur das Minimum machen, ohne die energetische Sanierung des Gebäudes", erläuterte Dold. Die Gesamtkosten einschließlich der Baunebenkosten mit einer möglichen Rampe liegen bei rund 250 000 Euro brutto, erklärt er.

    Außenanlagen zu klein? 

    Jana Nique, die Leiterin der Mittagsbetreuung, sah die Außenanlagen des Gemeindehauses als problematisch und zu klein an. Die Kinder müssten rennen und Fußball spielen können. Die Flächen seien dafür durchaus geeignet, meinte hingegen Gemeinderat Julian Hertzig (CSU). Er habe da als Kind selbst schon Fußball gespielt. Hans Kohl (SPD) war der Meinung, dass die Freifläche am Gemeindehaus nicht zum Spielen ausreiche. Er beantragte deshalb, während der Mittagsbetreuungszeiten den Kirchplatz zu sperren, damit die Kinder diesen mitnutzen können.

    Was die Containerlösung angeht, gab Andi Glas (Initiative für Eisingen) noch die Akustik zu bedenken, die in einem Container nicht so gut sei. Und Eberhard Blenk (UBE) meinte, die Gemeinde würde bei Lösung Zwei in ein Haus investieren, das man sowieso in naher Zukunft sanieren müsste. 

    Der Gemeinderat beschloss mit drei Gegenstimmen, die Schulkindbetreuung während der Sanierung der Grundschule im Gemeindehaus unterzubringen. Auch die Sperrung des Kirchplatzes während der Betreuungszeiten ist beschlossene Sache. Architekt Dold wurde beauftragt, den Bauantrag auszuarbeiten.

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