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    HAUSEN

    Moderne Atemschutzgeräte für Feuerwehr

    In der Gemeinde Hausen gibt es nun einheitliche Atemschutzgeräte in allen Ortsteilen. Darüber freuen sich (von links): K... Foto: Irene Konrad

    Die Gemeinde Hausen hat kräftig in die Atemschutzgeräte der drei freiwilligen Feuerwehren ihrer Gemeindeteile Erbshausen-Sulzwiesen, Hausen und Rieden investiert. Die jüngste und abschließende Anschaffung waren zwölf neue Tragplatten. Nun haben die drei Ortsteilfeuerwehren eine einheitliche und moderne Technik.

    „Die neuen Geräte ersetzen die alte Ausstattung, die teilweise schon über 30 Jahre alt war“, erläutert Kreisbrandmeister André Ziegler. Er ist im Landkreis Würzburg für den Fachbereich Atemschutz zuständig. Die bisherigen Tragplatten mit dem Namen PA80 (PA steht für Pressluftatmer) der Firma Dräger werden nicht mehr hergestellt. Zum Ende des Jahres 2020 kündigte die Herstellerfirma auch die Ersatzteilversorgung auf.

    Weil bei einem Atemschutzgerät regelmäßig Teile ausgetauscht werden müssen, hätte die Gemeinde Hausen spätestens dann diese Arbeitsgeräte ersetzen müssen. Im Zuge der Einheitlichkeit hat die Kommune nun für jede Ortsteilfeuerwehr vier Pressluftatmer gekauft.

    Die insgesamt zwölf Geräte sind wieder von der Firma Dräger in Lübeck und haben die Bezeichnung PSS 4000. Dieser Typ mit seiner modernen Technik wurde erst 2017 auf den Markt gebracht. Er gilt als einer der leichtesten Pressluftatmer seiner Klasse und wurde für Feuerwehreinsätze unter Extrembedingungen entwickelt.

    Neben hohem Tragekomfort und leistungsstarker Pneumatik zeichnet sich der Pressluftatmer durch seine unkomplizierte Handhabung aus. Er ist leicht und trotzdem robust. Zudem sei er vom Atemschutzgeräteträger leicht anzulegen. Alle Hauptkomponenten lassen sich einfach aus- und wieder einbauen. Das trägt dazu bei, die Pflege- und Wartungszeiten zu reduzieren.

    Für die aktuell 39 Atemschutzträger in den drei Gemeindeteilen ist die Einheitlichkeit der Geräte ein großer Vorteil. „Jeder Atemschutzträger innerhalb der Gemeinde kann das Gerät bedienen“, begrüßt Bürgermeister Bernd Schraud die Anschaffung. Die Aus- und Fortbildung werde damit verringert. Außerdem kann die Technik problemlos an Nachbarfeuerwehren ausgeliehen werden, wenn deren Geräte gewartet, gereinigt oder repariert werden müssen.

    Um die Gemeindekasse zu entlasten, wurden die Anschaffungen für den Atemschutz der Feuerwehren auf mehrere Jahre verteilt. Gekauft wurden 36 neue Atemschutz-Vollmasken des Typs Panorama Nova der Firma Dräger und 24 Lungenautomaten mit Normaldruck. Insgesamt hat die Gemeinde in den letzten sechs Jahren rund 24 000 Euro investiert.

    Atemschutz wird für die Durchführung von Tätigkeiten benötigt, bei denen mit Atemgiften und anderen gesundheitsschädigenden Substanzen zu rechnen ist.

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