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    Unterpleichfeld

    Musizieren statt Konsumieren

    Ein festliches Konzert mit Musikschülern der Pleichachschule, Klavierlehrer Jochen Eckert und den beiden Profimusikern Beate und Pieter Roux hat die 100 Zuhörer in der Unterpleichfelder Mehrzweckhalle begeistert. Es enthielt klassische Werke, Operettenmusik, ein Volkslied, einen Gruselsong und moderne Popmusik der Schülerband.

    Das Konzert fand im Rahmen des Stiftungsprojekts "Musizieren statt Konsumieren" statt. In diesem Schuljahr haben in Bayern 13 Musikzentren die intensive musikalische Unterstützung der "Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation" in München erhalten. Partner sind das Bayerische Kultusministerium und die "Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V."

    Ziel der Stiftung ist es, Mittel- und Förderschüler für (klassische) Musik zu begeistern und ihnen das Erlernen eines Instruments sowie das Singen im Chor zu ermöglichen. Die Pleichachschule ist die einzige Mittelschule, die in Unterfranken den Zuschlag dieser Förderung bekommen hat.

    Zum Schuljahresanfang gab es im Rahmen des Projekts drei Konzerte mit Profimusikern. Sie führten vor, was klassische, meisterliche Musik bedeutet und wie sie Herzen berühren kann. Nun zeigten die Schüler, was sie in ihren freiwilligen und gesponserten Einzelstunden sowie im Gruppenunterricht "ein ganzes Jahr geprobt, gespielt, gesungen und gelernt haben".

    Sensibler Lehrmeister am Klavier war Jochen Eckert, der seine Schüler und die Musikstücke vorstellte. Einzelakteure beim Konzert waren Emilie Karl, Tyrese Hörner, Erik Cervev, Jan-Simon Landeck, Johannes Adam, Fabienne Wolf, Daliah-Sophia Steigerwald, Jacqueline Gütling, Eduard Cervev, Finn Schwenkert und Raphael Ditsch.

    Dazu sang der Schulchor mit Chorleiterin Waltraud Möhrlein und zum Abschluss trat die Schülerband unter der Leitung von Kerstin Grebner auf. Auf dem Programm standen kleine Klavierstücke von Mozart, Haydn oder Smetana, ein Tanz aus Israel oder ein "Kla-vier-händiges Trillala".

    Am Ende des Sommerkonzerts gab es stehende Ovationen. "Ich finde es ganz toll, dass ihr euch auf die Bühne traut, euch den erwartungsvollen Blicken des Publikums stellt und beweist, dass es sich lohnt, langfristige Ziele zu haben und auf sie hinzuarbeiten", lobte Evelin Uelein. Die Lehrkraft koordiniert das Musikprojekt an der Schule.

    "Ich bin ganz verzaubert", gestand Elternbeiratsvorsitzende Birgit Machholz und dankte allen Akteuren, insbesondere den Eltern, "die ihren Kindern den Rücken stärken". Bürgermeister Alois Fischer hoffte, dass die Kinder weiterhin im Chor singen oder ein Instrument erlernen, denn "die Ergebnisse sind schon sehr gut".

    Wie wichtig Musik in unserer Kultur ist, verdeutlichte das Volkslied "Die Gedanken sind frei". Früher wurde es oft gesungen. Heutige Kinder kennen es kaum. Etwas Besonderes waren zudem die Auftritte des Ehepaars Roux. Die beiden Profis brachten Eduardo Di Capuas Klassiker "O Sole mio" und Franz Lehars "Ja das Schreiben und das Lesen" aus der Operette Zigeunerbaron perfekt zu Gehör.

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