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    FRICKENHAUSEN

    Nach Unfall wurde Verkehrsspiegel erlaubt

    Das verfallende „Fraggles-Haus” in Frickenhausen, das aus Gründen des Denkmalschutzes bisher nicht abgerissen werden dar... Foto: Klaus L. Stäck

    Unübersichtlich geht es an der Ecke der Mühlgasse beim so genannten Fraggles-Haus zu. Das baufällige Haus, das aus Gründen des Denkmalschutzes bisher noch nicht abgerissen werden darf, steht im Weg und versperrt Verkehrsteilnehmern die Sicht an der Einmündung.

    Die Gemeinde bemühte sich seit Jahren, die Verkehrssituation durch einen Spiegel wenigstens zu entschärfen, was das Staatliche Bauamt lange Zeit ablehnte. Kürzlich sorgte die Problemecke wieder für Aufmerksamkeit, als es dort einen Zusammenstoß von zwei Krafträdern gab, wobei es auch zu Verletzungen kam.

    Die Gemeinde wandte sich erneut an das Staatliche Bauamt. Dieses lenkte nun ein und genehmigte die Anbringung des Verkehrsspiegels an der Laterne am gegenüber liegenden Haus. Am liebsten wäre es den Frickenhäusern aber, wenn das marode „Fraggles-Haus“ endlich weg käme. Es war schon vor Jahren zum Verkauf ausgeschrieben. Einige Interessenten erschienen zwar, wandten sich aber schnell und unverrichteter Dinge wieder ab, als sie mit eigenen Augen ein Bild vom schlechten Zustand des Gebäudes bekamen, das aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden durfte.

    Für die Gemeinde ist es in mehrfacher Hinsicht ein Klotz am Bein. Denn sie ist verantwortlich für die Verkehrsicherung, damit niemand zu Schaden kommt. Eine Seitenwand muss massiv abgestützt werden, damit sie nicht einfällt. Außerdem steht das Haus wie ein Sperr-Riegel im Weg, wenn man durch den renovierten Mühltorturm in den Ort gelangt.

    Für die Fläche, auf der die Bauruine steht, gibt es schon einige Ideen: Grünfläche mit Baum, bereichert durch einen Brunnen oder eine historische Kelter. Auch die Verbesserung der Parkplatzsituation im Ortskern durch einige neue Stellplätze wäre denkbar. Der Gemeinderat hat schon vor längerem offiziell beschlossen, bei der unteren Denkmalbehörde eine Abrissgenehmigung zu erhalten, die bislang verweigert wurde.

    Doch die Frickenhäuser bleiben dran. Der Unfall vor wenigen Wochen gab einen weiteren Anstoß, erneut bei der Behörde vorstellig zu werden. Bürgermeister Reiner Laudenbach sieht nun wenigstens einen kleinen Lichtschimmer, wie er auf Anfrage berichtete. Die Denkmalbehörde habe ihn gebeten, einen Plan zu machen, wie der Platz künftig aussehen könnte, wenn das marode Haus nicht mehr wäre.

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