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    Estenfeld

    Nächster Anlauf für Öffnung der Hoegner-Straße

    Ein seit gut 20 Jahren in Estenfeld laufendes Verfahren nimmt wieder Fahrt auf: die Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße zur Würzburger Straße. Es ist die "4. Änderung des Bebauungsplanes westlich der Konrad-Adenauer-Straße", den der Gemeinderat Estenfeld mehrheitlich mit 9:3 Stimmen beschlossen hat.

    Nachdem der Gemeinderat am 13. Oktober 2015 den dafür notwendigen Aufstellungsbeschluss gefasst und das Ingenieurbüro Auktor aus Würzburg mit der Entwurfsplanung beauftragt hatte, wird dieser Auftrag nun reaktiviert. In einer der nächsten Sitzungen befasst sich der Gemeinderat mit dieser Planung und will die Auslegung beschließen, die dann in einer "frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung" von den Bürgern sowie Behörden und Träger öffentlicher Belange unter die Lupe genommen wird.

    Diesen Verfahrensschritt haben Anwohner der Hoegner-Straße, wie mehrfach berichtet, mit juristischen Mitteln gestoppt, unter anderem einer einstweiligen Verfügung. Nachdem das Verwaltungsgericht (VG) zugunsten der Anwohner entschieden hatte - laut VG waren die Grundzüge der Planung verletzt, und es habe auch keine ausreichende und nachvollziehbare Abwägung gegeben - nimmt der Gemeinderat den Faden jetzt wieder auf. "Wir stehen in diesem Verfahren fast wieder ganz am Anfang", sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud im Gespräch mit der Redaktion.

    Sobald der Gemeinderat beschließt, die Entwurfsplanung weiter zu verfolgen, wird dieser Plan etwa 14 Tage nach dem Beschluss für einen Monat öffentlich im Rathaus ausgelegt sein. Dann haben die Bürger die Möglichkeit, den Plan genau zu studieren und ihre Bedenken und Anregungen schriftlich zu äußern. Eigentlich müsste der Plan nur 14 Tage ausliegen, erklärt Bauamtsleiter Georg Deppner auf Anfrage. "Wir lassen ihn aber keine vier Wochen, sondern einen vollen Monat ausliegen", sagt er. Damit haben wirklich alle Bürger sowie die Behörden und Träger öffentlicher Belange die Gelegenheit, den Plan einzusehen und fristgerecht ihre Einwendungen bei der Verwaltung einzureichen.

    Sind sie eingegangen, werden sie in einer der nächsten Ratssitzung einzeln abgewogen. Dann fallen auch Entscheidungen, ob der Rat am Plan festhält oder aufgrund von Anregungen und Bedenken ändert oder ganz aufgibt. Dieser ganze Schritt wiederholt sich, dann mit den möglicherweise eingebauten Änderungen, und im nächsten Schritt kann die Änderung des Bebauungsplanes endgültig beschlossen werden.

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