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    Estenfeld

    Neubauideen für Schul- und Kindergarten im Herzen Estenfelds

    Beim geplanten Neubau der Grundschule und dem Kindergarten auf dem Areal der Grund- und Mittelschule im Herzen Estenfelds zeichnen sich erste vage Umrisse ab. John Bruhs vom Büro baur consult stellte im Gemeinderat zwei mögliche Varianten vor, wie sich die Gebäude auf dem Areal unterbringen lassen könnten.

    Zum einen könnte ein Gelenkbau entstehen, also zwei Gebäude nebeneinander mit einem möglichen Zwischengang verbunden, zum anderen sah der Entwurf einen Solitärbau vor, mit einem Gebäude für beide Einrichtungen. Im Laufe der Debatte schlossen sich mehrere Räte der Empfehlung Bruhs an, der die Solitärlösung als positiver beurteilte. Beschlossen wurde aber noch nichts. Grundsätzlich bleiben die Schulturnhalle, unter der der Malteser Hilfsdienst eine neue Bleibe gefunden hat, und auch der Allwetter-Sportplatz erhalten. Während der Bauphase werden die Kinder in Containern unterrichtet.

    Zwei Varianten: Gelenkbau oder Solitärbau

    In der Variante Gelenkbau würden Schule und Kindergarten unabhängiger voneinander arbeiten, mit einer Mensa oder eine Küche als Schnittstelle. Gebaut würde in zwei Bauabschnitten. Zunächst würde die Mittelschule abgerissen und durch den Neubau der Grundschule ersetzt. Im zweiten Bauabschnitt zögen die Schüler in die neue Grundschule ein, dessen altes Gebäude für den Neubau des Kindergartens abgebrochen wird. Weil das Schulgebäude ein wenig nach hinten versetzt würde, verkürzt sich die Laufbahn von 100 auf 50 Meter, und im vorderen Bereich zur Riemendschneiderstraße ist ein großer Vorplatz vorgesehen. Der Parkplatz für die Lehrer und die Eltern-Taxis wäre auf einem noch zu pachtenden Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

    Die Variante Solitärbau bietet den Vorteil, dass nur ein Gebäude neu gebaut werden müsste, und auf dem Vorplatz zur Riemenschneiderstraße wären genügend Parkplätze vorhanden. Die Schule und der Kindergarten wären über einen gemeinsamen Eingang erreichbar, im Erdgeschoss wäre der Kindergarten beheimatet, im Obergeschoss die Schule.

    Details für "Innenleben" gingen zu weit

    Bruhs stellte auch mögliche Grundrisse innerhalb der Schule und des Kindergartens vor. Sein Ansinnen, den Räten einen möglichen Eindruck über das spätere "Innenleben" zu bieten, fand zwar bei der SPD Beifall nicht aber bei Bürgermeisterin Rosi Schraud und insbesondere der Geschäftsleiterin Lisa Krein, die den Architekten einfangen musste. Zum einen seien es viel zu viele Details, die in einer öffentlichen Sitzung preisgegeben würden. Zum anderen aber "war es gar nicht Ihr Auftrag, solche Details zu planen". Die nämlich sorgten schon für erste Diskussionen im Rat, ob die Klassenräume auch wirklich groß genug seien für die Schüler und dass das Parken direkt vor dem Schulgebäude vielleicht doch nicht so ideal sei.

    Energisch stoppte Krein die Debatte, auch mit dem Hinweis, dass es sich um ein hochkomplexes Vergabemodell handelt, weil erst noch ein Architekt gefunden werden müsse. Allein diese Suche könnte bis zu einem Dreivierteljahr in Anspruch nehmen. Der Architekt plane dann das ganze. In die gesamte Planung müsse auch das Verkehrskonzept in diesem Bereich eingebaut werden, und das stellt Professor Konrad Schliephake von der Uni Würzburg in der nächsten Gemeinderatssitzung vor.

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