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    Winterhausen

    Neue Baumöglichkeiten in Winterhausen?

    Wohnen in Winterhausen ist gefragt, aber die Möglichkeiten zur Ausweisung neuer Bauflächen sind begrenzt.  In den Blick gerückt ist jetzt wieder ein Bereich am Ortsrand zwischen den Straßen "Alte Steige", "An der Läng" und Schützenweg. Die Gemeinde will nun versuchen , dort ein allgemeines Wohngebiet auszuweisen.  Anlass dafür sind Anfragen einer Planungsgesellschaft.

    Der Marktgemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema befasst und Schritte eingeleitet, um zunächst einmal die Frage zu klären, ob ein Wohngebiet dort durchsetzbar ist. Deshalb wurde beschlossen, den Flächennutzungsplan zu ändern, einen Bebauungsplan  aufzustellen und für die betroffenen Grundstücke eine Veränderungssperre zu erlassen.

    Überlegungen zu einer Bebauung in dem genannten Bereich hat es bereits im Jahr 2005 gegeben. Damals wollte die Bayerische Landessiedlung ein Projekt dort verwirklichen. Ein Wohngebiet an dieser Stelle scheiterte aber an problematischen Rahmenbedingungen, vor allem an möglichen Immissionsbelastungen, befinden sich in der Nähe doch die Eisenbahnhauptstrecke, das Schützenhaus und Landwirtschaft.  

    Anfragen nach Bauland gebe es immer wieder, berichtete Bürgermeister Christian Luksch.  Auch junge Winterhäuser würden gerne bauen. Zwar gebe es im Baugebiet "Heigern" noch freie Flächen, doch bestehe dort kein Bauzwang.

    Nun habe eine Planungsfirma angefragt und auch erste Konzepte bei der Gemeinde für das Gebiet am nordwestlichen Ortsrand vorgestellt. Es ist im Flächennutzungsplan derzeit als landwirtschaftliche Fläche im Außenbereich dargestellt. Einige punktuelle Bebauungen habe es im Außenbereich bisher schon gegeben, wie etwa an der Alten Steige.

    Um zu ermitteln, ob auch der nun vorgesehene Bereich mit einer Fläche von knapp 24 000 Quadratmetern für Wohnbebauung taugt, müsse man als ersten Schritt in das Bauleitverfahren einsteigen, so Luksch. Zwar hätte sich seit 2005 dort etwas verändert, beispielsweise könnte sich wegen eines landwirtschaftlichen Betriebs eine Lösung abzeichnen. Aber eine Prognose wollte Bürgermeister Luksch nicht abgeben. Der Ausgang des Verfahrens, bei dem Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange angehört werden,  sei seiner Einschätzung nach völlig offen.

    Die erforderlichen Aufstellungsbeschlüsse fasste der Gemeinderat einstimmig. Einig war man sich schnell über den Namen des Bebauungsplangebiets. Das Gremium folgte dem Vorschlag von Bürgermeister Luksch für den Namen "An der Läng". Dies entspreche dem alten Flurnamen. Die ebenfalls beschlossene Veränderungssperre soll  verhindern, dass in der Zwischenzeit im Plangebiet individuelle bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Die Sperre gelte zwei Jahre oder bis zur Verwirklichung des Vorhabens.

    Der Gemeinderat befasste sich auch mit einigen Bauvorhaben und Infrastrukturmaßnahmen im Altort. In der Mittleren Gasse ist der komplette Hausanschluss für die Wasserversorgung eines Anwesens zu erneuern. Bei einem Nachbaranwesen, das zu einem Wohnhaus umgebaut werden soll, müsste die Wasserversorgung völlig neu eingerichtet werden. Beide Maßnahmen zusammen kämen auf etwa 11 700 Euro. Um Kosten zu sparen, soll versucht werden, beide zusammenzufassen und möglicherweise auch die Schaffung einer ordnungsgemäßen Abwasserentsorgung an einem Anwesen in der Langen Gasse im gleichen Zug zu erledigen.

    Für den Aufbau einer Solarthermieanlage auf ein Nebengebäude am Mauritiusplatz hat der Gemeinderat die denkmalrechtliche Erlaubnis erteilt.

    Ein weiterer Antrag lag für Sanierung und Umbau eines Hauses in der Kirchgasse vor. Mit den nun geplanten Dachgauben zeigte sich der Rat grundsätzlich einverstanden. Jedoch müsse der Dachüberstand der Gauben auf zehn Zentimeter begrenzt werden.

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