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    MARGETSHÖCHHEIM

    Neue Daten-Server für Verwaltung

    Eine moderne Behörde ohne Computer ist unvorstellbar. Für alle Vorgänge werden Daten benötigt, die auf möglichst sicheren Servern liegen. Wie schnell es zu Problemen kommen kann, wenn sich Hacker einschleichen und die Daten stehlen, konnte man erst kürzlich in einer Stadt im Landkreis Kitzingen erleben. Der Datenklau und die anschließende Zahlung von Lösegeld ging durch sämtliche Medien.

    Damit der Verwaltungsgemeinschaft Margetshöchheim/Erlabrunn das nicht auch passiert, ist die Verwaltung bemüht, eine Lösung einzuführen. Dazu gehören auch neue Datenserver. Auch das komplette Sicherheitskonzept soll hinterfragt und erneuert werden.

    Man hatte sich mehrere Angebote führender Dienstleister angeschaut, zwei wurden der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft vorgestellt. Wichtig war allen Mitgliedern, dass die Daten im Haus verwaltet werden und nicht im Internet abgespeichert werden. Allerdings müsse man für eine weitgehende Automatisierung sorgen, sodass der Einsatz einer Fachkraft für die IT nicht notwendig wird. Deshalb sollen zwei Server angeschafft werden, die sich gegenseitig absichern und die Daten vollautomatisch gegensichern. Zusätzlich wird es noch eine externe Sicherung geben, um die Datenbestände im Notfall wiederherstellen zu können.

    In den Haushalt waren 65 000 Euro für die Maßnahme eingestellt worden. Die Verwaltung hatte zwei Angebote erstellen lassen, letztlich entschied man sich für die Lösung der Firma MR-Datentechnik, die schon mehrere Gemeinden im Landkreis ausgestattet hat. „Mit den Neuerungen sind wir ziemlich gut aufgestellt“, befand Margetshöchheims Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU). Man geht von einer Halbwertzeit der Server von fünf Jahren aus. Die Kapazität ist so gestaltet, dass der aktuelle Datenbestand nur 30 Prozent der neuen Speichermöglichkeit nutzt, die anderen 70 Prozent sind noch für zukünftige Daten frei. Sollte wider Erwarten die Datenmenge noch größer steigen, ist eine Aufrüstung auf bis zu 10 Terabyte möglich. Brohm stellte fest, dass man mit allen Kosten noch unter dem Haushaltsansatz bleibt. Die gesamte Anlage wird rund 60 000 Euro kosten.

    Nach dem positiven Beschluss der Verwaltungsversammlung soll die Umrüstung und Übertragung der alten Daten auf das neue System noch in diesem Sommer geschehen. Man wird versuchen die Arbeiten in Zeiten durchzuführen, an denen kein Publikumsverkehr im Rathaus ist, aber ganz wird sich eine Schließung des Rathauses an einem Freitag nicht vermeiden lassen.

    Auch die Telefonanlage der Verwaltungsgemeinschaft genügt nicht mehr heutigen Standards und ist aktuell zu reparieren. Bei einer Gegenüberstellung der Kosten von Reparatur und Neuanschaffung wurde schnell klar, dass die Neubeschaffung mehr Sinn macht. Auch hier wurde die Verwaltung aufgefordert, entsprechende Angebote einzuholen.

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