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    Würzburg

    Neue Erkenntnisse aus der Strahlentherapie

    Der Einladung des Tagungspräsidenten Professor Christoph Reiners folgten rund 200 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Strahlenschutzexperten aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie und Medizin besuchten die Veranstaltung im Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg. Das unter Leitung von Professor Christian Streffer aus Essen gestaltete Programm befasste sich mit aktuellen, für die Medizin relevanten Themen zum Strahlenschutz, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Die Vorträge und Präsentationen überdeckten inhaltlich einen weiten Bereich, von Neuerungen zu den Regelungen und Empfehlungen zum Strahlenschutz über die Strahlenexposition von Patienten und Personal in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie, der Strahlenexposition durch das natürlich vorkommende Edelgas Radon bis hin zu Strahlenunfällen.

    Eingeladene international renommierte Referenten präsentierten den „state of the art“, dazu trugen Teilnehmer der Tagung neueste Erkenntnisse aus ihren jeweiligen Arbeitsbereichen vor, gefolgt von lebhaften Diskussionen. Von besonderem Interesse war die mit der zunehmenden Häufigkeit der besonders aussagekräftigen Computertomographie ansteigende Strahlendosis pro Kopf der Bevölkerung, wobei die Dosis pro Patienten-Untersuchung aufgrund technischer Entwicklungen bei bestimmten besonders häufigen CT-Untersuchungen wie beispielsweise der Lunge in den letzten rund 15 Jahren um mehr als 80 Prozent abgenommen hat. Ein wichtiges Verfahren zur Senkung des Strahlenexposition des Patienten bei interventionellen radiologischen Maßnahmen (wie Herzkatheter-Untersuchungen) ist auch das Training des Arztes am Simulator.

    Weitere wichtige Themen der Tagung waren neue abgesenkte berufliche Grenzwerte für die Augenlinse, die Reduktion der Strahlenexposition durch das natürliche Edelgas Radon in Wohnungen durch besondere Lüftungsverfahren, die Vorteile der aufwändigen, nebenwirkungsärmeren Strahlentherapie mit Partikeln gegenüber der konventionellen Bestrahlung mit dem Linearbeschleuniger,  sowie die verständliche Information des Patienten über Strahlenrisiken.

    Bearbeitet von Lena Berger

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