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    Zell

    Neue Kanal und Fahrbahn für Sudetenstraße 

    "Trotz der Verbesserungen beim geplanten Kanalausbau in der Sudetenstraße bleibt eine Rückstau-Gefahr in die privaten Anwesen, soweit diese nicht über eine zur Eigensicherung vorgeschriebenen Rückstauklappe verfügen." Zu diesem Ergebnis kam Peter Kränzlein vom Ingenieurbüro Auktor, das vom Markt Zell mit der Entwurfsplanung zur Kanalsanierung und nachfolgendem Neubau des Straßenkörpers beauftragt ist. In seiner jüngsten Sitzung erteilte der Marktgemeinderat der Planung dennoch einhellig die Zustimmung.

    Mit der Präsentation der Planung im Marktgemeinderat nannte der Ingenieur gleichzeitig auch den Grund für das Kanalproblem: Durch die geographischen Voraussetzungen befindet sich die Sudetenstraße nur geringfügig über dem Wasserspiegel des Mains. Wegen der Überlaufbecken staut sich das Abwasser in den Tiefgebieten des Marktes Zell wiederum in die betreffenden Kanalleitungen zurück. Zu diesem Bereich zählt nach Darstellung des Ingenieurs insbesondere auch die Sudetenstraße.

    Bei der Sanierungsmaßnahme wird der vorhandene kaputte Kanal komplett erneuert und größer dimensioniert. Damit wird die Kanalisation so ausgelegt sein, dass der Ablauf eines zweijährigen Regenereignisses gesichert ist. Die Sanierung der Kanalisation erfolgt bis an die Grundstücksgrenze der privaten Anwesen.

    Nach Aussage von Bauamtsleiter Georg Burkard werde im Zuge der Kanalsanierung allen Grundstückseigentümern - soweit noch nicht vorhanden - der Bau von Revisionsschächten oder Rückstaueinrichtungen empfohlen. "Informationen hierzu bekommen die Anwohner in einer Anliegerversammlung", kündigte Burkard an.

    Bei der Präsentation der Entwurfsplanung war auch die künftige Gestaltung der Straßenoberfläche verraten. Der Straßenausbau auf einer Länge von etwa 330 Metern soll der Kanalsanierung folgen. Dabei soll eine zwischen 2,50 Meter und 2,75 Meter breite Fahrbahn entstehen mit beidseitigen, unterschiedlich breiten Pflasterstreifen. Diese Pflasterstreifen werden so ausgeführt, dass sie barrierefrei befahrbar sein werden. Der Straßenausbau soll auch eine barrierefreie Angleichung des Fußweges zwischen Austraße und Mainlände beinhalten.

    Nach einem Einwand von Dirk Wegmann (SPD/Bürgerbündnis/Grüne Alternative) "wünschen sich die meisten Anwohner keine Pflasterfläche in den Randbereichen." Jedoch führte Bauamtsleiter Georg Burkard als Argument hierzu deren Vorteile bei Leitungsschäden aus. "Auch dies werde den Anwohnern in der Anliegerversammlung nochmals verdeutlicht", versicherten Burkard und Bürgermeisterin Anita Feuerbach (CSU/Freier Zeller Bürger).

    Der erfolgten einstimmigen Billigung der Entwurfsplanung durch den Marktgemeinderat folgt als nächster Schritt nun die Vorbereitung der Ausschreibung zur Durchführung der Sanierungsmaßnahme samt detaillierter Kostenberechnung. Die Baumaßnahme soll nach Aussage des Ingenieurbüros im kommenden Jahr ausgeführt werden.

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