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    Helmstadt

    Neue Stätte der Begegnung in der Marktgemeinde Helmstadt

    Als "vorbildliche Maßnahme im Sinne der Nachhaltigkeit und des Flächensparens" bezeichnete der stellvertretende Regierungspräsident Jochen Lange die Hallenbauten in Helmstadt.
    Pfarrer Berthold Grönert segnete die neuen Räumlichkeiten in Helmstadt. Foto: Mechtild Buck

    Die Gemeinde Helmstadt hat die Schulturnhalle saniert und das ehemalige Schulschwimmbad zu gemeindlichen Räumen umfunktioniert. Für den stellvertretenden Regierungspräsidenten Jochen ist das eine "vorbildliche Maßnahme im Sinne der Nachhaltigkeit und des Flächensparens". Er lobte vor rund 300 Festgästen das in zwei Jahren Bauzeit geschaffene Werk, das nun den Namen "Hans-Böhm-Halle" trägt.

    "Gemeinderäume und Schulen sind ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur einer Gemeinde", betonte Lange. Sportunterricht sei wichtig für die Gesundheitserziehung und für die Entwicklung sozialer wie auch personaler Kompetenzen und die neuen Gemeinderäume fördern den Zusammenhalt im Ort. 4,36 Millionen Euro wurden investiert, wobei sich die Regierung von Unterfranken mit 1,5 Millionen Euro Zuschuss beteiligte.

    Volles Haus bei der Feier zur Einweihung der neuen Hans-Böhm-Halle (ehemalige Schulschwimmhalle) und der Gemeinderäume sowie der sanierten Schulturnhalle. Foto: Mechtild Buck

    Zur Nutzung für die Vereine

    Bürgermeister Edgar Martin begrüßte die Gäste, dankte allen am Bau Beteiligten und erläuterte kurz die Entwicklung der Verbandsschule von 1965 bis heute. "Die Hans-Böhm-Halle mit ihren neuen gemeindeeigenen Räumen wird vor allen Dingen den Vereinen für unterschiedliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden", hob Martin hervor. Auch biete sie Platz für Bürgerversammlungen oder Schulungen.

    Vom Architekturbüro Gruber-Hettiger Haus waren Manuel Haus und Thomas Friedel anwesend. Haus erläuterte den Ablauf der Baumaßnahme von der ersten Bestandserfassung im Jahr 2003 bis zur Fertigstellung. Die Aufteilung nach dem Umbau sei wie folgt: Ebene 1: Heizungstechnik, Lager und Hausmeisterräume; Ebene 2: Hans-Böhm-Halle und einige kleine Gemeinderäume; Ebene 3: sanierte Schulturnhalle. Letztere wird seit dem 4. November genutzt.  Zur Erinnerung überreichte Haus Bürgermeister Martin eine Kollage mit Fotos zur Bauzeit. Anschließend erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe an die Vertreter von Schule und Gemeinde.

    Die Hans-Böhm Halle und sanierte Schulturnhalle in Helmstadt Foto: Mechtild Buck

    Der "Pfeiferhannes" als Namensgeber

    Pfarrer Berthold Grönert segnete die Räume. Er lobte besonders, dass die neue Halle nach dem berühmten Helmstadter "Pfeiferhannes" (Hans Böhm) benannt wurde. Der Initiator der Niklashäuser Wallfahrt von 1476 war ein Gläubiger, der zum Gebet rief und ein Sozialkritiker, der für das kleine Volk und gegen die Willkür der Obrigkeit kämpfte – ein Engagement, welches er letztlich mit dem Leben bezahlte.

    Symbolische Schlüsselübergabe (von links): Schuldirektorin Michaela May, Architekt Thomas Friedel, zweiter Bürgermeister Matthias Haber, Architekt Manuel Haus, erster Bürgermeister Edgar Martin und Neubrunns Bürgermeister Heiko Menig, der Vorsitzende des Schulverbands. Foto: Mechtild Buck

    Musikalisch wurde die Feier von den Helmstadter Musikanten begleitet. Die Raumdekoration hatte der Verein für Gartenbau und Landespflege übernommen. Die Metzgerei Müller sorgte für die Versorgung mit Speisen und Getränke. Der Erlös des Verkaufs geht an die Ersthelfer der Freiwilligen Feuerwehr Helmstadt.

    Blick in die Geschichte der Helmstadter Halle
    • 1961  Grunderwerb für ein neues Schulgebäude in der Gemarkung "Dreißig"
    • 1963  Gemeinderatsbeschluss zum Neubau eines Schulgebäudes
    • 1965  Baubeginn am neuen Schulgebäude
    • 1967  Inbetriebnahme des Bauabschnittes 1 und Gründung des Schulverbandes mit den Gemeinden Holzkirchen und Wüstenzell
    • 1969 Erweiterung des Schulverbandes um die Gemeinden Neubrunn, Böttigheim, Uettingen und Remlingen und Planung eines Erweiterungsbaus
    • 1972  Baubeginn am Bauabschnitts 2 der Verbandsschule mit Turnhalle und Lehrschwimmbecken
    • 1975/76      Fertigstellung des Erweiterungsbaus und der Außenanlagen
    • 2003  Die Grundschule bekommt den Namen Astrid-Lindgren- Grundschule
    • 2004  Beschluss zur Generalsanierung der gesamten Verbandsschule bis auf den Turnhallentrakt. 
    • 2005  Beschluss zur Schließung des Hallenbades
    • 2008   Feier der Inbetriebnahme der sanierten Verbandsschule
    • 2017  Beginn der Generalsanierung der Schulturnhalle und des Umbaus des ehemaligen Hallenbades zu gemeindeeigenen Räumen
    • November 2019   Inbetriebnahme des sanierten Turnhallentraktes
    • 5. Januar 2020  Einweihungsfeier für die sanierte Schulturnhalle und die Hans-Böhm-Halle 

    Im Anschluss an die Feierlichkeiten konnten die Besucher die neue Räume besichtigen, hier die sanierte Schulturnhalle. Foto: Mechtild Buck

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