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    Kist

    Neue Urnenstelen für die Zukunft

    Die Umgestaltung des Friedhofes nimmt Formen an. Valtin Dietz von Dietz & Partner stellte dem Gemeinderat erste Gestaltungsmöglichkeiten bereits in der Februarsitzung vor. Nun gab es konkrete Planungen für die Erweiterung der Urnenstelen. Die bisherigen sind fast alle belegt und müssen dringend erweitert werden. Deshalb bestehe dafür höchste Priorität, hatte Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD) den Fachvortrag von Dietz eingeleitet.

    Dieser plant eine Erweiterung der Stelenanlage zu zwei Rondellen. In der Mitte ist jeweils ein Baum geplant, der von zwei Sitzmöbeln umschlossen wird. Anders als die bisherigen Stelen sollen die neuen niedriger ausfallen und nur noch eine Höhe von 1,55 Meter aufweisen. Dafür sollen sie doppelseitig belegt werden. An dieser Doppelseitigkeit entspann sich eine Diskussion, da nicht alle Gemeinderäte glücklich mit dieser Lösung waren. Man fürchtet, dass es bevorzugte und weniger bevorzugte Urnenplätze geben wird. Faulhaber gab aber zu bedenken, dass man möglichst viele Urnen unterbringen möchte und die bisherige Rasenfläche zum Kreuz hin auch noch neu gestaltet wird. Wie genau wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Insgesamt sollen 54 neue Urnenplätze gebaut werden. Dafür ist eine Summe von 110.000 Euro vorgesehen. Der Vorschlag wurde bei einer Gegenstimme angenommen.

    Auch die Aussegnungshalle soll erneuert werden. Die bisherige genügt nicht mehr den aktuellen Ansprüchen und ist zu klein. Hier denkt man über einen Standortwechsel nach. So kann die alte Halle bis zur Fertigstellung der neuen Halle weiter genutzt werden. Als Standort ist der bisherige Eingang am Brunnen geplant. Die habe viele Vorteile, erläuterte Valtin Dietz dem Gemeinderat. Man gewinne viel mehr Platz als Aufstellfläche vor allem bei größeren Beerdigungen und werte die bisherige Mittelachse mit dem Kreuz auf. Um möglichst viele Ideen zu erhalten, soll ein Architekten ausgelobt werden, bei dem drei Architekten ihre Vorschläge ausarbeiten.

    Peter Hornung (FWK) regte an, den Wettbewerb auf die alte Leichenhalle auszudehnen, damit auch hier eine sinnvolle Nachnutzung möglich ist. Dem konnte sich Manfred Spiegel (SPD) anschließen, wollte aber wissen, ob man sich bei dem Wettbewerb nicht zu sehr an einen Vorschlag bindet. Bürgermeister Faulhaber verneinte dies und auch Dietz beruhigte den Gemeinderat. Man vergebe sich keine Möglichkeit, ja man kann sogar einzelne Elemente untereinander mischen. Das gefiel den Räten und sie beschlossen einstimmig die Auslobung eines Wettbewerbs für die neue Aussegnungshalle. Hierfür sind Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro vorgesehen. Der Bürgermeister und das Planungsbüro wurden angewiesen, entsprechende Unterlagen vorzubereiten.

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