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    WINTERHAUSEN

    Noch keine Bewegung im Wabensystem

    Noch keinen Erfolg hatten die Winterhäuser bei ihren Bemühungen, günstigere Tarife im Verkehrsverbund Mainfranken auf der Strecke von Winterhausen nach Würzburg zu erreichen. Eine Antwort, die die Gemeinde kürzlich vom VVM erhielt, hatte im Prinzip einen ablehnenden Tenor.

    Wie berichtet, hatte sich vor allem Gemeinderatsmitglied Anja Renz dafür eingesetzt, die Tarifstrukturen zu ändern. Denn bei der Bahnfahrt von Winterhausen nach Würzburg werden zwei „Waben“ durchfahren, auf denen zwar keine Haltestellen liegen, die aber zur Berechnung des Fahrpreises heran gezogen werden. Anja Renz fand dies ungerecht, weil es andere Orte gibt, die gleich weit oder gar weiter von Würzburg entfernt sind, von denen aus aber weniger Waben durchfahren werden und deshalb auch die Fahrpreise geringer sind.

    Bislang kein zufriedenstellendes Ergebnis

    Auf ihren Vorschlag hin hatte die Gemeinde über die Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt die Initiative unternommen. Die für den Nahverkehr zuständigen Gremien wurden angegangen, die Kreistagsfraktionen und Mandatsträger eingeschaltet. Ein zufriedenstellendes Ergebnis war aber nicht zu erzielen. Dies ging aus dem Schreiben des VVM hervor, aus dem zweiter Bürgermeister Christian Luksch in der jüngsten Gemeinderatssitzung zitierte.

    Die Verantwortlichen des VVM erläuterten, dass sich das Wabensystem aus dem früheren Ringzonensystem ableite. Einzige Veränderung sei gewesen, dass das gesamte Stadtgebiet Würzburg in der „Großwabe Würzbug“ zusammen gefasst worden sei. Für die Landgemeinden hätte sich keine Veränderung ergeben. Wenn aber eine Veränderung in der Weise erfolgen solle, wie sie von Winterhausen gewünscht ist, würden sich die Fahrgeldeinnahmen verringern. Die Verluste müssten dann von den Aufgabenträgern ausgeglichen werden. Das heißt, dass Landkreise, Städte und Gemeinden dazu herangezogen würden.

    Anja Renz: System ist nicht nachvollziehbar

    Kurt Kleinschnitz meinte, dass mit dem Schreiben die grundsätzliche Frage nicht beantwortet sei, warum es eine so ungleiche Behandlung gibt. Auch Anja Renz bemängelte erneut, dass das System mathematisch nicht logisch und nicht nachvollziehbar sei. Sie möchte das alte Ringsystem genauer mit dem Wabensystem vergleichen.

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