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    Ochsenfurt

    Ochsenfurt: Mehr Parkplätze und weniger Müll im Bärental

    Mit der neuen Wohnanlage am Eingang des Bärentals sind die vorliegenden städtebaulichen Probleme nicht kleiner geworden. Die Stadt plant deshalb einige Verbesserungen.
    Eine städtische Fläche am Eingang des Bärentals soll in Frühjahr befestigt werden, um dem Mangel an öffentlichen Parkplätzen zu begegnen. Foto: Gerhard Meißner

    Vor wenigen Wochen sind die ersten Mieter in die neue Wohnanlage am Eingang des Bärentals eingezogen. In einem nächsten Schritt will die Stadt Ochsenfurt nun im Umfeld Veränderungen vornehmen, um insbesondere dem Mangel an Parkflächen zu begegnen. Auch auf die Kritik von Anwohnern über öffentlich abgestellte Müllsäcke habe man reagiert, berichtet Bürgermeister Peter Juks in einem Pressegespräch. Am Ende solle das gesamte Bärental von den geplanten Veränderungen profitieren.

    Die Stadt hatte sich 2015 als eine der ersten Kommunen in Unterfranken um den Bau einer Wohnanlage im Rahmen des Wohnungspakts Bayern beworben. Finanziert durch den Freistaat entstanden inzwischen landesweit 29 solcher Mietshäuser nach einfachen Standards mit günstigen Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und einheimische Familien mit geringem Einkommen.

    Die noch kahlen Außenflächen um die neue Wohnanlage in der Lindhardstraße werden im Frühjahr bepflanzt. Auch ein Spielplatz wird dort entstehen. Foto: Gerhard Meißner

    Das Grundstück hat die Stadt Ochsenfurt dem Freistaat Bayern in Erbpacht überlassen. Betreiber ist die Regierung von Unterfranken. Für ein Drittel der zwölf Wohnungen hat die Stadt im Gegenzug ein Vorschlagsrecht, vorausgesetzt, die Bewerber erfüllen die Vergabekriterien hinsichtlich ihrer finanziellen Verhältnisse und der Zahl der Bewohner.

    Müllproblem gelöst?

    Von Anfang an löste das Vorhaben aber auch Bedenken bei Anwohnern aus, die sich nach den ersten Wochen bestätigt sehen. Mehrfach musste der städtische Bauhof gelbe Wertstoffsäcke abholen, die tagelang am Straßenrand lagerten. Das Problem sieht Verwaltungsleiter Wolfgang Duscher inzwischen als erledigt an. Beim Einzug seien eben größere Mengen Abfall angefallen. Mittlerweile habe der Verwalter der Anlage die neuen Mieter informiert, so Duscher, und die hielten sich nach dessen Auskunft seitdem daran, gelbe Säcke im dafür vorgesehenen Bereich zu lagern und erst kurz vor der Abfuhr an den Straßenrand zu stellen.

    "Wir haben immer gesagt, dass wir das Umfeld so gestalten wollen, dass das Bärental insgesamt gewinnen wird."
    Peter Juks, Bürgermeister

    Trotzdem liegen weiterhin gelbe Säcke an der Straße. "Ich wäre vorsichtig, den Müll der neuen Wohnanlage zuzuordnen", sagt Wolfgang Duscher. Ebenso gut könnten sie auch von Bewohnern der benachbarten Gebäude dort abgelegt worden sein. Deshalb habe die Stadt die Wohnungsbaugesellschaft Dawonia gebeten, auch ihren beiden Mietern angemessene Lagerflächen für Wertstoffsäcke zur Verfügung zu stellen. Seit der Privatisierung der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft GBW ist Dawonia Eigentümer der beiden benachbarten Mietshäuser.

    Zu wenig Parkplätze

    Ein größeres - und älteres - Problem ist der Mangel an Parkflächen in dem eng bebauten Bereich des Bärentals. "Das Problem ist durch die neue Wohnanlage nicht einfacher geworden", sagt Bürgermeister Juks, betont aber: "Wir haben immer gesagt, dass wir das Umfeld so gestalten wollen, dass das Bärental insgesamt gewinnen wird." 

    Beginnen will die Stadt damit im Frühjahr mit dem Ausbau der Fläche zwischen Dawonia-Wohnanlage und Lindhardstraße zum öffentlichen Parkplatz. Außerdem sei Dawonia gebeten worden, den hinteren Teil ihres Geländes als Parkplatz für die Mieter zu befestigen. Auch mit der Regierung von Unterfranken stehe man in Verbindung mit dem Ziel, neben der neuen Wohnanlage zusätzliche, fest vermietete Anwohnerparkplätze zu schaffen.

    Grünflächen nutzen

    Weitere Möglichkeiten sieht Wolfgang Duscher, zugleich Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWG, im mittleren Teil des Bärentals, wo die SWG mehrere Mietshäuser besitzt. So könnten auf den Grünflächen entlang Hans-Baur- und Kaspar-Hofmann-Weg zusätzliche Bereiche befestigt werden. Auch bei der bevorstehenden Sanierung der städtischen Wohnhäuser am Greinberg 4 bis 8 sollen zusätzliche Stellplätze geschaffen werden.

    An der neuen Wohnanlage geht es mit Beginn des Frühjahrs zunächst an die Gestaltung der Außenanlagen. Ein Spielplatz soll ebenfalls auf dem Gelände entstehen. Dass das Gerücht kursiert, die Notunterkunft für Obdachlose am Goßmannsdorfer Weg solle aufgelöst und die Bewohner in die neue Wohnanlage umquartiert werden, ärgert Peter Juks. "Das ist völliger Quatsch", sagt er, "die Notunterkunft hat mit der Wohnanlage überhaupt nichts zu tun." Im Entwurf des städtischen Haushalts sind außerdem Mittel für das Gemeindeentwicklungkonzept eingeplant, mit dem Ziel, das Wohnumfeld im gesamten Bärental nachhaltig zu verbessern.

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