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    Zell

    "Oregon" ließ die Zuhörer träumen

    Vor der Kulisse der evangelischen Kirche fand das Sommerkonzert der Promusica in Zell statt Foto: Matthias Ernst

    Die Serenade der Promusica Zell fand im Garten der evangelischen Kirche statt. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn waren fast alle gestellten Stühle besetzt. Über 350 Besucher fanden den Weg zum Konzert im romantisch beleuchteten Garten. Dirigent Martin Deiser hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt.

    Zur Einstimmung legte die Kapelle die "Sorgenbrecher-Polka" auf, gefolgt von dem Stück "My Dream" von Peter Leitner. Leopold Wallrapp spielte hierzu gekonnt das Solo auf dem Flügelhorn.

    Für das kommende Stück erklärte der Moderator des Abends, Julian König, den Zuschauern ein wenig Musiktheorie. So erklärte er, dass es in der Musik zwei Taktarten gebe, auf die man marschieren könne (2/4, 4/4, 6/8 etc.) und die, auf die Walzer getanzt werden kann (3/4). Nun aber folge ein Stück, auf das weder das Eine noch das Andere zutreffe. "Mission Impossible" im gewöhnungsbedürftigen 5/4-Takt brachte die Anwesenden ins Geheimagenten-Fieber.

    Witz, Charme und Anekdoten

    König moderierte bereits zum fünften Mal die Serenade und führte mit Witz, Charme und Anekdoten durch das Programm. So fand er den Einstieg in das Medley von Klaus Doldinger in dem die Titelmelodie vom "Tatort", "Das Boot", "Der Flug auf dem Glücksdrachen" und "Ein Fall für Zwei" verarbeitet waren.

    Nach der Pause ging es mit Peter Maffay und dessen Hit "Nessaja" weiter. König fand in seiner Moderation stets die Verbindung von der Kapelle zum Musikstück beziehungsweise zum Komponisten. So auch beim Stück "Gentlemen of Music" von Neil Diamond.

    Die erfolgreiche Komposition "Oregon" von Jacob de Haan ließ die Zuhörer träumen. In den Köpfen tauchten Indianer, Cowboys, Goldgräber und Pferde mit Planwagen auf, während sie mit dem Zug durch den Bundesstaat Oregon geführt wurden.

    Sommerliche Lieder

    Zum Abschluss erklang "Music" von Jon Miles, gefolgt von minutenlangem Applaus. Vor der geforderten Zugabe mit "Thank you for the Music" und "Lasset uns das Leben genießen" bedankte sich der Vorstand bei Dirigent Martin Dieser für die Zusammenstellung der Stücke sowie für das Proben. Ein Dank ging auch an Julian König, der die Kapelle noch bestens aus dessen Zeit als 1. Flötist kennt.

    An diesem Abend hatte auch der neu gegründeten Zeller Projektchor unter der Leitung von Rudolf Wurm die Gelegenheit für einen ersten Auftritt, den Martin Deiser mit seiner Posaune begleitete. Die Chormitglieder waren engagiert bei der Sache und sangen bekannte sommerliche Lieder.

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