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    Obereisenheim

    Ortsumgehung: Der Kreisverkehr ist endgültig vom Tisch 

    Straßenführung: Jedes talwärts fahrende Fahrzeug müsste abgebremst in den Kreisverkehr einfahren und danach wieder berga...

    In der Markt Eisenheimer Gemeinderatsitzung kam es zu Irritationen zum Thema Einmündung der Kreisstraße KT30 als Kreisverkehr. Zudem wunderten sich die Eisenheimer Räte über die Vorgehensweise - schließlich hatten sie sich zusammen mit den Eschendorfern und Prosselsheimern in vorangegangenen Sitzungen auf eine Brücke geeinigt. Ein Kreisverkehr war nie Thema gewesen.

    Die Escherndorfer Räte aus dem Volkacher Stadtrat waren ihrerseits irritiert. Sie wiesen darauf hin, dass es keine neuen Stadtratsbeschlüsse zu diesem Thema gebe. Außerdem sei es ihrer Meinung nach recht und billig, auch über einen Anschluss mittels eines Kreisverkehrs nachdenken zu dürfen. Denn sie waren der Meinung, dass der Touristen- und Winzerort bei einer durchgehenden Straße mit Abzweigung der Kreisstraße KT30 nach Escherndorf der Ort links liegen bliebe. Deshalb wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um doch noch einen Kreisverkehr zu installieren.

    Nichtöffentliches Gespräch zwischen Bauamt und Winzern

    Bei einem jüngst nichtöffentlichen internen Gespräch zwischen Staatlichen Bauamt und den ortsansässigen Winzern aus Escherndorf wurde die durchgehende Lösung nun doch von beiden Seiten befürwortet. Damit wäre der Kreisverkehr vom Tisch.

    In diesem Gespräch stellte das Staatliche Bauamt den Winzern Argumente für und gegen den Kreisverkehr vor. In einer Pressemitteilung zum Thema "St 2260 - Ortsumgehung Prosselsheim und Verlegung östlich Prosselsheim" des Staatlichen Bauamts heißt es dazu: "Das Staatliche Bauamt stellt Winzern in Escherndorf den aktuellen Planungsstand vor. Die Planung der Ortsumgehung Prosselsheim und die Verlegung östlich Prosselsheim werden aufgrund ihrer sehr hohen Bedeutung für den Ort und den Streckenzug der St 2260 Volkach - Würzburg weiter vorangetrieben. Die 1,5 Kilometer lange Ortsumgehung übernimmt hierbei die Gemeinde Prosselsheim in kommunaler Sonderbaulast. Die Weiterführung der Strecke bis zum Anschluss der Kreisstraße KT30 östlich von Prosselsheim mit 2,7 Kilometern Länge wird vom Freistaat Bayern getragen."

    Intensive Prüfung

    Das Staatliche Bauamt habe sich intensiv mit der Bitte aus Escherndorf auseinandergesetzt einen Kreisverkehr zu prüfen, so Michael Fuchs, Bereichsleitung Straßenbau in der Pressemitteilung. Jedoch sprächen die "topografischen Verhältnisse sowie die geringe Verkehrsbelastung der einmündenden Kreisstraße mit lediglich 500 Kraftfahrzeugen pro vierundzwanzig Stunden (Prognose 2030) gegenüber der hohen Verkehrsbelastung der durchgängigen Staatsstraße mit 7300 Kraftfahrzeuge pro vierundzwanzig Stunden gegen einen Kreisverkehr."

    Zu der bestehenden Planung wird es nun zusätzlich noch eine Unterführung an der geplanten Einmündung der St 2260 mit der KT30 geben. Diese kann sowohl von landwirtschaftlichen Verkehr als auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden und ermöglicht so eine sichere Querung. "Ergänzt wird die Unterführung durch mehrere befestigte Landwirtschaftswege, die eine gute Bewirtschaftbarkeit des Areals sicherstellen sollen", so die Informationen. Noch in diesem Jahr soll nun eine Baugrunduntersuchung stattfinden, um den Vorentwurf erarbeiten zu können, so Fuchs in der Mitteilung.

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