• aktualisiert:

    Würzburg

    „PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM“

    Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler verleiht Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an Prof. Dr. Andrea Szcesny und Prof. Dr. Horst Domdey (v.l.n.r.) Foto: stmwk

    Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler verleiht Auszeichnung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst an Prof. Dr. Andrea Szczesny und Prof. Dr. Horst Domdey

    Die Betriebswirtschaftlerin Prof. Dr. Andrea Szczesny und der Biochemiker Prof. Dr. Horst Domdey erhielten heute in München von Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler die Auszeichnung „PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Der Minister betonte: „Prof. Dr. Szczesny und Prof. Dr. Domdey sind Koryphäen in ganz unterschiedlichen Fachrichtungen. Beide verbindet, dass sie mit ihrer großen Kompetenz und Expertise die Wissenschaft maßgeblich mit voranbringen und den Fortschritt für ihre Mitmenschen, für unsere Gesellschaft mitgestalten.“

    Prof. Dr. Andrea Szczesny, Vizepräsidentin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, bringt laut Minister Sibler die Weiterentwicklung der Universität Würzburg entscheidend mit voran. „Für mehr Frauen in der Wissenschaft machen Sie sich stark – und das mit großem Erfolg“, konstatierte der Minister und führte an, dass sich der Anteil von Professorinnen an der JMU Würzburg mit Prof. Dr. Szczesny als Frauenbeauftragter der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt habe. Als Mitglied der Hochschulleitung habe sie die Systemakkreditierung der Universität Würzburg eng und erfolgreich begleitet, ihre langjährige Erfahrung hierzu gebe sie an andere, auch außerbayerische Universitäten, weiter. „Sie sind eine gefragte Hochschulmanagerin etwa beim ‚Runden Tisch Anerkennung‘ der Hochschulrektorenkonferenz und in strategischen Beratungsprozessen an anderen Hochschulen“, so der Minister an die Preisträgerin gewandt. Auch auf internationaler Ebene setze man beim Aufbau von Forschungsnetzwerken auf ihren Sachverstand. „Unser Wissenschaftssystem lebt von Menschen wie Ihnen, die es prägen und wegweisende Impulse setzen“, betonte Sibler. Darüber hinaus zeichne Prof. Dr. Szczesny ein höchst bemerkenswertes ehrenamtliches Engagement aus. Als Mitglied des Aufsichtsrates der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg habe sie die Fusion von Missionsärztlicher Klinik und Juliusspital forciert und wertvolle Synergieeffekte möglich gemacht.

    Als „Vernetzer im Bereich Life Sciences in Bayern“ charakterisierte Wissenschaftsminister Bernd Sibler den Biochemiker und ehemaligen Lehrstuhlinhaber an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) Prof. Dr. Horst Domdey: „Sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft verfügen Sie über profunde Kenntnisse. Sie wissen genau, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in die Anwendung gebracht werden können. Sie haben den besonderen Blick für erfolgreiche innovative Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft heraus.“ Ein bestens bekanntes Beispiel dafür und weltweit beachtetes Aushängeschild für München, Bayern und Deutschland im Bereich der Biotechnologie sei der Campus Martinsried. Der Vermittlung zwischen Forschung und Praxis nehme sich Prof. Dr. Domdey laut Minister Sibler auch als Geschäftsführer der BioM Biotech Cluster Development GmbH mit herausragendem Engagement an. „Ebenso sind Sie im Wissenschaftsbetrieb ein gefragter Experte, wenn es darum geht, bayerische Forschungsnetzwerke zu leiten oder zu koordinieren. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich!“, betonte Sibler. „Bei Forschungsvorhaben zu großen und gesellschaftlich hochrelevanten Themen laufen bei Ihnen die Fäden zusammen. Der Freistaat weiß um Ihre wertvolle Arbeit, die Sie zum Beispiel für das Bayerische Genomforschungsnetzwerk geleistet haben und aktuell für unser neues Forschungsnetzwerk zum Kampf gegen multiresistente Keime leisten.“ Auch um die Wissenschaftskommunikation und die Nachwuchsförderung habe sich Prof. Dr. Domdey in besonderer Weise verdient gemacht. „Ihrem Lebenswerk, ihrer Vermittlung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, gebührt außerordentliche Anerkennung“, so Sibler.

    Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung „PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM“ an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Ziel dieser Ehrung ist neben der Würdigung dieser Persönlichkeiten, Kultur als Einheit zu begreifen: Wissenschaft und Kunst sollen als zwei Seiten derselben Medaille wahrgenommen werden. Pro Jahr werden grundsätzlich nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.

    Bearbeitet von Frank Kupke

    Fotos

      Kommentare (0)

        Anmelden