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    Würzburg

    Paradeplatz: Schäufele und Schnitzel statt Burger und Pommes

    Ab Spätsommer dieses Jahres kommt ein modernes Wirtshaus an den Paradeplatz. Wie das Konzept aussieht und welche bunten Hunde der Würzburger Gastronomie dahinter stecken.
    Noch lässt der Bauzaun am Gebäude der Dolmetscherschule nichts erahnen. Doch im Spätsommer dieses Jahres soll hier ein modernes Wirtshaus entstehen. 
    Noch lässt der Bauzaun am Gebäude der Dolmetscherschule nichts erahnen. Doch im Spätsommer dieses Jahres soll hier ein modernes Wirtshaus entstehen.  Foto: Thomas Obermeier

    Noch sieht man nichts als den Rohbau im Paradeplatz Nummer 4 . Grauer Betonboden, kahle, offene Wände - die Bauarbeiten sind im vollen Gang. Doch schon bald soll das alte Postareal einen frischen Anstrich bekommen. Und zwar nicht wie vermutet in Form eines weiteren Burgerladens, sondern als neues "Wirtshaus am Dom". Die Macher der Prime Family, zu der auch das Burgerheart in der Neubaustraße und die Pizzeria Maria Maria in der Kaiserstraße gehören, luden nun zur ersten Baustellen-Pressekonferenz ein, um über das neue Konzept und die Neugestaltung des Paradeplatzes zu informieren.

    Ein bunter Hund in der Würzburger Gastroszene

    Der Geschäftsführer des neuen altfränkischen Wirtshauses ist kein unbeschriebenes Blatt. Mit Christoph Lage, der bereits seit fünf Jahren den Brauereigasthof Alter Kranen in Würzburg führt, hat die Prime Family einen erfahrenen Gastronom gewinnen können. "Nun habe ich die Möglichkeit, etwas komplett Eigenes zu schaffen", sagt er auf der kalten Baustelle. Noch lässt sich das Endergebnis nicht erahnen, doch ein großes Banner auf der Baustelle soll zeigen, wie das Wirtshaus aussehen soll: modern mit Holztischen und Stühlen, einer Backsteinwand und einer großen Bar. "Es soll ein Treffpunkt für alle Generationen entstehen - sowohl für Touristen, als auch für alteingesessene Würzburger", erzählt Lage. 

    Alles noch Rohbau: In einigen Monaten werden hier fränkische Klassiker serviert. 
    Alles noch Rohbau: In einigen Monaten werden hier fränkische Klassiker serviert.  Foto: Sophia Scheder

    Der Gastronom möchte besonders auf Nachhaltigkeit, Regionalität und traditionelle fränkische Speisen setzen. Diese seien teilweise nach überlieferten Rezepten zubereitet, aber auch neu interpretiert. "Wir versuchen möglichst keine Zusatzstoffe mit ins Essen zu bringen", erläutert er außerdem sein Ziel.

    300 Quadratmeter für rund 260 Gäste

    Neben fränkischem Altbekannten wie Mostsuppe, Schäufele und Sauerbraten, soll es auch Klassiker wie Original Wiener Schnitzel und Zanderfilet geben. Chris Lage erzählt, dass sowohl Bier, als auch die Fleischwaren aus dem Würzburger Umland stammen. "Unser Landmetzger schlachtet tatsächlich noch selbst." 

    So soll die Bar des neuen Wirtshaus am Dom später aussehen.
    So soll die Bar des neuen Wirtshaus am Dom später aussehen. Foto: Amiga2000

    Rund 300 Quadratmeter misst die Fläche des neuen Wirtshauses, 260 Gäste sollen dort Platz finden, hinzu kommen im Sommer noch etwa 80 Terrassenplätze. Voraussichtliche Eröffnung soll Spätsommer dieses Jahres sein. "Da sind wir ganz zuversichtlich", sagt Lage positiv eingestimmt. 

    Wie sich der Paradeplatz sonst verändern soll

    Der Paradeplatz in Würzburg soll schon bald zu neuem Leben erweckt werden. Wie bereits berichtet, soll dort künftig nicht nur die Franchise-Kette "L'Osteria" Pizzen und Pasta verkaufen, es soll auch ein neues Hotel mit gut 200 Betten entstehen.

    Am 24. März tagt außerdem das Preisgericht für einen Wettbewerb, in dem die äußere Gestaltung eines zukünftigen Hotels an Stelle der früheren Oberpostdirektion festgelegt wird. Der Auslobung dieses Wettbewerbs hatte der Stadtrat in seiner Sitzung am 23. Januar zugestimmt. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb durch den Eigentümer des Gebäudes, den Investor "Family Value Invest GmbH" aus Frankfurt, der 2018 den gesamten Komplex an Hofstraße und Paradeplatz gekauft hat.

    Der erste Preis für die Gestaltung an dieser sensiblen Stelle direkt hinter dem Dom ist mit 10 000 Euro dotiert, der zweite mit 5000 Euro. Eingeladen zu dem Wettbewerb wurden vom Investor vier Büros aus Würzburg, Frankfurt am Main und Dresden.

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    Kommentare (7)

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