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    Höchberg

    Parker gefährden fließenden Verkehr

    Wer rückwärts aus der Einfahrt zu den Parkplätzen des Wohn- und Geschäftshauses in der Höchberger Hauptstraße fährt, gef...

    "Was wollen sie denn, ich stehe hier doch nur kurz" oder "nein, das Schild habe ich nicht gesehen", sind nur zwei Antworten, die man erhält, wenn man im absoluten Halteverbot stehende Fahrzeugführer in der Höchberger Hauptstraße gegenüber der Filiale der Sparkasse Mainfranken anspricht. Es geht aber auch wesentlich unfreundlicher hat beispielsweise Karlheinz Rieß festgestellt und von üblen Beschimpfungen berichtet. Es wohnt gegenüber des Gebäudes und schafft es teilweise nicht in seinen Hauseingang zu kommen. Zu dicht stehen die Autos vor seiner Haustür. Ein Durchkommen mit Rollator oder Kinderwagen ist da komplett ausgeschlossen. Diese Passanten müssen auf die viel befahrene Hauptstraße ausweichen, was mit einem hohen Gefahrenpotential verbunden ist.

    Parksituation war schon öfter Thema im Gemeinderat

    Schon öfter war das Thema Parken in der Umgebung der Sparkasse im Gemeinderat behandelt worden. Nach dem Um- und Ausbau der Parkplätze hinter dem Gebäude 2017 wurde ein Schrankensystem für das Privatgebäude - mit Genehmigung des Gemeinderates - eingeführt. Damals wollte man das "Wildparken" von Personen unterbinden, die nicht zu den Gewerbetreibenden und Ärzten im Gebäude wollten. Sie hatten schon dem Kupsch-Markt auf der gegenüberliegenden Seite Probleme gemacht. Oft waren dort die Parkplätze fremd belegt und die Einkaufenden fanden keinen Parkplatz für ihr Fahrzeug.

    Der Kupsch-Markt ist Geschichte, aktuell wird auf dem Gelände ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Vor der Baustelle gilt ein absolutes Halteverbot, das deutlich mit den entsprechenden Schildern gekennzeichnet ist. Interessieren –  so hat man das Gefühl – tut dies aber kaum jemanden. Nicht nur Baustellenfahrzeuge stehen auf dem Gehsteig, auch viele Kurzzeitparker stellen ihre Autos ab und gehen in die Apotheke oder eben in die Sparkassen-Filiale. Das verengt den Verkehrsraum natürlich, zumal auf der Seite des Gebäudes mit der Sparkasse noch eine Bushaltestelle eingerichtet ist.

    Einbahnstraßen-Schild wird  geflissentlich"übersehen"

    Auch auf der Seite des Gebäudes mit der Sparkasse gibt es Probleme. Viele Autofahrer schreckt die Schranke ab. Die Einfahrt kann nur mit einer EC-Karte genutzt werden, wobei man großzügigerweise die erste halbe Stunde kostenfrei parken darf. Dies gilt übrigens auch für alle anderen Kunden von Gewerbetreibenden, die im Gebäude ihren Firmensitz haben oder für die Arztpraxis. Nur wenigen Personen scheint dies bewusst zu sein. Sie nutzen lieber die beiden rechts vom Gebäude befindlichen kostenfreien Parkplätze. Doch wenn sie wieder in den fließenden Verkehr zurückkommen möchten, müssen sie rückwärts aus der Einfahrt herausfahren. Gar nicht so einfach mit einer unübersichtlichen Hausecke in die viel befahrene Hauptstraße zurückzufahren.

    Das von der Hauseigentümergemeinschaft aufgestellte Einbahnstraßen-Schild "übersehen" sie dabei geflissentlich. So kommt es häufig zu Beinaheunfällen, wenn rückwärts fahrende Fahrzeuge in die Hauptstraße zurückwollen und vorwärtsfahrende Fahrzeuge zu den Parkplätzen des Hauses einfahren wollen. Zusätzliche Probleme treten auf, wenn einzelne Fahrzeughalter ihr Fahrzeug auf dem Gehweg vor dem Nachbargebäude abstellen, nur "um sich schnell Geld zu holen". Wie "schnell" es dann zu einem Unfall kommen kann, hat nicht nur Karlheinz Rieß beobachtet. Er fordert schon lange eine Entspannung an diesem neuralgischen Punkt. Bürgermeister Peter Stichler hatte im Gemeinderat auf Nachfrage berichtet, dass er mit den Eigentümern des Geschäftshauses alles probiert habe zu reden und Änderungen durchzusetzen. Doch das gestalte sich sehr schwierig.

    Vorerst keine Verbesserung in Sicht

    Er könne das Schrankensystem sehr gut nachvollziehen, auch wenn es zu Einschränkungen für die Kunden kommt. Doch die haben in der Regel nach wenigen Minuten ihre Geldgeschäfte erledigt und könnten dann durch die Schranke einfach um das Haus herumfahren, wie zu Zeiten, als es noch keine Schranke gab. Wer länger braucht, kann sich kostenlose Parktickets von seiner Sparkasse geben lassen. Also fallen für ihn keine Gebühren an.

    Vielleicht würde es nutzen, die Kunden noch intensiver auf die Möglichkeit der kostenfreien Durchfahrt oder das kostenfreie Parken für eine halbe Stunde hinzuweisen. Aber bis das soweit gefruchtet hat, wird es wohl weiter zu gefährlichen Aus- und Einparksituationen in der Höchberger Hauptstraße kommen.

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