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    Waldbüttelbrunn

    Pflaster für Rathausplatz wird aus Naturstein bestehen

    Gab es in der letzten Gemeinderatssitzung noch regen Diskussionsbedarf zum Thema Neugestaltung des Rathausplatzes und vor allem zur Oberflächengestaltung, hatte der Besuch einer Pflaster-Fläche in Rimpar und Güntersleben  im Vorfeld der Sitzung von Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) und mehrerer Gemeinderatsmitglieder für Klarheit gesorgt.

    Zwei zusätzliche Bäume sollen für eine bessere Beschattung auf dem Platz sorgen, ein dritter von dem Büro Kaiser & Juritza angedachter Baum vor dem Bürgersaal wurde ersatzlos gestrichen, da man eine zu starke Verdichtung auf dem Platz befürchtet. Über die notwendigen Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser will man sich in der Feinplanung unterhalten, zumal die Stromanschlüsse nicht förderfähig sind. Joachim Kaiser bezifferte die Kosten für so einen Stromanschluss auf zirka 12 000 Euro. Winfried Körner (CSU) regte darauf an, nur einen Anschluss zu setzen und von da aus alle Stromabnehmer zu verteilen. Dies müsse möglich sein. Über die genaue Planung der Zu- und Abläufe für die Buden am Weihnachtsmarkt will man sich gesondert Gedanken machen.

    Pflegeleicht und trotzdem optisch ansprechend

    Eine wichtige Erkenntnis des Besuches in Rimpar war, dass man jetzt doch für eine offene Verlegung mit verdichteter Fuge stimmt, wobei das Pflaster als sogenannter Wiener Verbund gestaltet wird. Neue Erfahrungen haben gezeigt, so Kaiser, dass diese Verlegeart pflegeleicht und trotzdem optisch ansprechend ist. Auf dem Rathausplatz will man Natursteine aus Granit verlegen lassen und so die Wertigkeit hervorheben. Die Verlegung soll so erfolgen, dass der Platz auch mit "schwerem Gerät" befahren werden kann, wenn man beispielsweise den Weihnachtsbaum aufstellt oder die Buden. Für die, so der allgemeine Tenor, reicht der Platz trotz der beiden zusätzlichen Bäume auf jeden Fall aus.

    Der Platz um die Alte Kirche wird im selben Material wie beim Platz der Partnerschaften ausgeführt, also mit Betonpflaster und die E-Bike Ladestation wird zukünftig zwischen neuem und alten Rathaus zu finden sein. Einzig der Platz für den Maibaum sorgt noch für Diskussionen. Beide vom Planungsbüro vorgestellten Möglichkeiten werden auch in Zukunft noch diskutiert werden. Sie befinden sich aber beide in westlicher Richtung am Platzeingang. Noch nicht glücklich ist man mit dem Vorschlag von Architekt Breunig zum Windfang vor der Alten Kirche. Hier muss noch nachgebessert werden, so Bürgermeister Schmidt. Inwieweit die ganze Fassade gefasst wird oder nur ein Teilbereich, wird den Gemeinderat weiter beschäftigen.

    Einzelvertragliche Regelung beim Einbau einer Zisterne

    Positiv beschieden wurde ein Antrag der SPD/UB-Fraktion, beim Gewerbegebiet Kiesäcker 4.2 die Bauherren zu verpflichten, mit Zisternen oder ähnlichen Maßnahmen zur Zurückhaltung des Regenwassers vom eigenen Grundstück beizutragen. Nachdem die bayerische Bauordnung so eine grundsätzliche Verpflichtung zum Einbau einer Zisterne nicht zulässt, will man dies nun einzelvertraglich regeln. Der Vorschlag von Winfried Körner, den Einbau von Zisternen ähnlich wie für Privathaushalte mit 1000 Euro zu fördern, wurde abgelehnt. Anders als bei Freiwilligkeit im privaten Bereich, sei eine Förderung bei Bauverpflichtung nicht sinnvoll, hatte Bürgermeister Schmidt argumentiert. Sebastian Hansen (Bündnis 90/ Die Grünen) regte an, das Zisternenwasser zur Toilettenspülung zu nutzen. So erfüllt das gesammelte Wasser einen positiven Beitrag zur Ressourcenschonung.

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