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    EISINGEN

    Phänomenale Einblicke in die Welt der Physik

    Anfassen, staunen, ausprobieren, erforschen, experimentieren – das konnten die Kinder der Grundschule Eisingen-Waldbrunn bei der Miniphänomenta. Zwei Wochen lang waren je 26 mobile Versuchsstationen des Bildungswerkes der bayerischen Wirtschaft zu Gast in den Schulhäusern Eisingen und Waldbrunn.

    Dabei haben schwingende Pendel, rollende Kugeln, tanzende Wasserteufel, starke Magnete und viele weitere naturwissenschaftliche Phänomene die Kinder in den Bann gezogen. Im gesamten Schulhaus waren die Versuche aufgebaut und die Schüler konnten täglich während des Unterrichts eine Stunde lang, aber auch in den Pausen sowie vor und nach dem Unterricht forschen, staunen und begreifen, erklärte Projektleiterin Carolin Gutmann vom Projektträger Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft.

    Brennende Teelichter in der Wasserschale

    Und das Ganze völlig alleine und selbstständig, ohne Lehrer. „Die mussten sich, auch wenn es ihnen manchmal schwerfiel, zurückhalten und die Kinder alleine ausprobieren lassen, sagte sie. So hätten die Kinder eigene Hypothesen entwickelt, kreative Lösungswege gesucht und Zusammenhänge entdeckt. So wie Luan, der mit einer alten Schuhsohle auf verschieden lange Rohre klopft. Dabei kommen unterschiedliche Töne heraus.„Das ist am tiefsten, weil es das längste Rohr ist, das ganz kleine Rohr hat den höchsten Ton“, erklärt er.

    Beim Tag der Öffentlichkeit durften die Schüler stolz ihren Eltern zeigen, was sie in den zwei Wochen der Miniphänomenta alles entdeckt und herausgefunden haben. An der Feuerstation „zaubern“ Niklas und Jakob mit brennenden Teelichtern in einer Wasserschale. Auf wundersame Weise erlöschen die Lichter nach einigen Sekunden, wenn man ihnen eine Glashaube überstülpt.

    Gesponsert von Unternehmensverbänden

    Aber nicht nur das. „Das Wasser drückt sich dann rein wegen der Wärme, geht immer mehr rein und irgendwann ist alles drin“, erklärt Niklas. Nicht nur den jungen Forschern hat gerade diese Station sehr viel Spaß gemacht, sondern auch der Lehrerin Diana Fidanza, die das ganze Projekt mit sehr viel Engagement an der Schule betreut hat, wie Schulleiter Thomas Blendinger zu Beginn der Veranstaltung sagte.

    Zahlreiche Eltern und Ehrengäste begrüßte er dazu, unter anderem Schulamtsdirektorin Claudia Vollmar, Eisingens Bürgermeisterin Ursula Engert, Johanna Wander, zweite Bürgermeisterin Waldbrunn und Michael Bischof, Geschäftsführer des bayerischen Unternehmensverbandes Metall und Elektro (bayme) und des Verbandes der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm), Geschäftsstelle Unterfranken. Die beiden Verbände sind Hauptsponsoren der Miniphänomenta in Bayern.

    Nachwuchs gewinnen

    Immer wieder haben die Kinder die Stationen bestürmt, erläuterte Blendinger. Ob die Kinder die Versuche erklären können, sei aber nicht das Ziel. Es gehe viel mehr darum, die Neugier für die Naturwissenschaften zu wecken und zu erhalten. Und auch jetzt, wenn die Miniphänomenta an die nächste Schule in Bayern weiterzieht, soll es an der Grundschule Eisingen-Waldbrunn weitergehen.

    „Was zurück bleibt, ist ein ehrgeiziger, nachhaltiger Plan: Zusammen mit Schülereltern und regionalen Unternehmen sollen einige Stationen nachgebaut werden und so der Schule auch langfristig zur Verfügung stehen“, erläuterte Gutmann. Dem Nachwuchsmangel in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen entgegen zu wirken, sei das eigentliche Ziel der Miniphänomenta, erklärte Michael Bischof. „Daher seid Ihr so wichtig, liebe Mädchen und Buben“, sagte er.

    Lob von der Bürgermeisterin

    Deshalb wolle man schon die Kleinen für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Insbesondere die Mädchen, denn die Erfahrung zeige, dass gerade auch junge Frauen in technischen Berufen sehr erfolgreich sein können, so Bischof.

    Begeistert von der Miniphänomenta war auf jeden Fall Bürgermeisterin Ursula Engert. Sie lobte das Projekt und wäre am liebsten selbst in den letzten Tagen zum Experimentieren ins Schulhaus gekommen. Doch ihre Zeit habe das nicht zugelassen, sagte sie. Umso schöner sei es, dass die SchülerInnen auf spielerische Weise naturwissenschaftliche Phänomene erforschen und begreifen könnten.

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