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    Würzburg

    Pilotprojekt: Ferienbetreuung in Würzburg wird erweitert

    Eltern können auftamen: In Würzburg wird einiges getan, damit die Sprösslinge auch in den Ferien gut betreut werden. Foto: dpa/Patrick Pleul

    Im letzten Jahr wurde das Pilotprojekt Ferienbetreuung für Würzburger Grundschulkinder an drei Schulen gestartet, jetzt wird es auf drei weitere Schulen erweitert: Auch an der Steinbachtal-Burkarder Grundschule, der Grundschule Versbach und an der Goethe-Kepler-Grundschule können Eltern ihre Kinder künftig in den Oster-, Pfingst-, Herbst- und Faschingsferien ganztags betreuen lassen.

    Aktuell haben 89 Prozent aller 3147 Schülerinnen und Schüler der Würzburger Grundschulen auch an den Nachmittagen ein Betreuungsangebot: Entweder im Hort, in der Mittagsbetreuung an der Schule oder in einer Ganztagsschule. Damit ist Würzburg im Vergleich überdurchschnittlich gut vertreten, denn bayernweit liegt die Betreuungsquote gerade mal bei 53 Prozent. Das gilt aber bisher nicht für die insgesamt 14 Ferienwochen pro Jahr, in denen berufstätige Eltern regelmäßig eine andere Möglichkeit der Kinderbetreuung finden müssen.

    Mönchbergschule ist nicht mehr dabei

    Das war der Grund für den Start des Pilotprojekts, basierend auf einer Umfrage bei den Eltern. Im laufenden Schuljahr wurde bereits die Ferienbetreuung an der Mönchbergschule, der Grundschule Lengfeld und der Leonhard-Frank-Grundschule angeboten. Bei einer weiteren Elternumfrage im Dezember 2018 stellte sich heraus, dass der Bedarf da ist – mit Ausnahme der Mönchbergschule, bei der das Projekt deshalb nicht fortgesetzt wird. Dafür kommen ab dem kommenden Schuljahr die oben genannten drei Grundschulen dazu, an denen der Bedarf laut Elternumfrage besonders hoch ist.

    "In anderen Bundesländern wird die Ferienbetreuung angeboten, in Bayern nicht. Deshalb wollen wir den Eltern helfen", so Monika Kraft, Abteilungsleiterin Kindertagesbetreuung im Sozialreferat. Angeboten wird die Betreuung jeweils von 7.30 Uhr bis 16 Uhr, pro Wochentag bezahlen die Eltern dafür 22,50 Euro. Vorteil für die Kinder: Sie werden vom selben Personal und in denselben Räumen betreut wie außerhalb der Ferien.

    Stadt übernimmt eventuelles finanzielles Defizit

    Umgesetzt wurde das Pilotprojekt zusammen mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi gGmbH), im kommenden Schuljahr kommt die evangelische Jugendhilfe als Partner dazu. Die Stadt stellt dafür die Schulräume unentgeltlich zur Verfügung, übernimmt die Reinigung, trägt die Kosten der Unfallversicherung und gibt eine Durchführungsgarantie.

    Für die Träger ist die Ferienbetreuung nämlich erst ab zwölf Kindern wirtschaftlich rentabel: "Sobald mindestens acht Kinder angemeldet sind, findet das Projekt statt", versichert Kraft. Die Stadt übernimmt in diesem Fall das finanzielle Defizit. Nur in den Weihnachts- und Sommerferien findet keine Ferienbetreuung statt: Zwischen Weihnachten und Neujahr sei der Bedarf zu gering, und in den Sommerferien gebe es viele etablierte Betreuungsangebote.

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