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    Höchberg

    Positiver Blick in die Zukunft

    Auf der letzten Sitzung des "Runden Tisch Natur" informierte der Vorsitzende Burkhard Biel über den großen Erfolg des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" in der Gemeinde. 26 Prozent der Wahlberechtigten hätten es durch ihre Unterschrift im Rathaus unterstützt und damit dazu beigetragen, dass die Staatsregierung das Volksbegehren dem Landtag unverändert zur Annahme vorschlägt.

    Weiter unterrichtete er über verschiedene Projekte zur Unterstützung von Vögeln, Bienen, Wildbienen und anderen Insekten im Landkreis Würzburg. Der Landwirt Sebastian Neumann erläuterte die verschiedenen Unterstützungsleistungen der Landwirtschaftsämter für ökologische Maßnahmen der Landwirte. Mit großem Bedauern wurde hingegen der erneute Holzeinschlag im Staatswald betrachtet, da dieser sehr kurz nach dem letzten Einschlag erfolgt und der Wald dadurch extrem ausgelichtet sei. Eine Verbesserung der Arbeitsweise soll über eine Stellungnahme zur Aktualisierung des regionalen Naturschutzkonzeptes des Forstbetriebes Arnstein erreicht werden.

    Speziell für die Bienen und andere Insekten wurden schon drei Maßnahmen in der letzten Zeit verwirklicht. Erstens pflanzten die Höchberger Grünen zehn bienen- und klimafreundliche Bäume, zweitens unterstützten die Grünen die Anschaffung von 14 neuen Bienenvölkern durch die örtlichen Imker und drittens hat der Landwirt Thomas Klopf etwa 6000 Quadratmeter Ackerfläche zur Ansaat von Bienenweide vorbereitet. Darüber hinaus wurde inzwischen der seit längerem vorbereitete Flyer "Naturnahe Gärten für Höchberg" an alle Haushalte verteilt. Durch ihn sollen alle Gartenbesitzer angeregt werden, ihre Gärten naturnah zu gestalten und beispielsweise auf Kiesflächen und andere Versiegelungen zu verzichten.

    Es bestand Einigkeit darüber, dass die Lichtverschmutzung ein ernstes Problem, besonders für Insekten, aber auch für andere Kleintiere darstellt. In der Diskussion wurde als ein wichtiger erster Schritt für die Praxis gefordert, die örtlichen Straßenlampen mit 3000 anstatt mit 4000 Kelvin zu betreiben. Es gab auch schon Anregungen von Bürgern, jede zweite oder dritte Straßenlampe auszulassen beziehungsweise früher abzuschalten, falls dies nach den Beleuchtungsvorschriften möglich sei. Auch die ganze Nacht brennende Gebäudestrahler seien kontraproduktiv.

    Vor allem zeigte sich der Runde Tisch Natur sehr erfreut, dass demnächst drei Landwirte ihre Felder nach den Regeln der ökologischen Landwirtschaft bewirtschaften werden und sagte ihnen seine Unterstützung zu. Damit und durch die oben geschilderten Aktionen würden in Höchberg die ehrgeizigen Vorgaben des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" schon jetzt in weiten Teilen erfüllt werden.

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