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    Würzburg

    Preis für AWO-Sozialzentrum Jung und Alt

    Das AWO-Sozialzentrum Jung und Alt in Heidngsfeld ist in vom Verband der Ersatzkassen ausgzeichnet worden. Von links: Ni...

    Mit einem Gewinn von 30 000 Euro sind Kreativität und Engagement des Mitarbeiterteams um Einrichtungsleiter Thomas Zatloukal vom AWO-Sozialzentrum Jung und Alt in Heidbngsfeld belohnt worden. Den Preis nahmen in Berlin jetzt, stellvertretend für das ganze Team, Zatloukal, die hauswirtschaftliche Leiterin Andrea Bruder und Pflegedienstleiter Nils Bruckner entgegen. Die AWO-Einrichtung in der Winterhäuser Straße setzte sich beim Wettbewerb "Heimvorteil", ausgelobt vom Verband der Ersatzkassen (VdEK), gegen 270 Bewerber durch. Insgesamt wurden drei Hauptgewinner ausgezeichnet und weitere Preise vergeben. Prämiert wurden kreative Konzepte zur Gesundheitsförderung der Bewohner.

    Von Ende Junis bis Ende September 2017 konnten Einrichtungen die im September 2018 prämierten Vorschläge einreichen. Ziel der Ersatzkassen war es, mit der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs die Gesundheit der Senioren zu stärken und gleichzeitig das neue Präventionsgesetz umzusetzen. Dieses soll pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, dort wo sie leben, die passende Unterstützung zur Förderung ihrer Gesundheit zu bekommen – insbesondere in stationären Pflegeeinrichtungen.

    Bei den drei Erstplatzierten handelt es sich um ein Projekt zur Gewaltprävention in Pflegeeinrichtungen, ein Konzept für Pflegebedürftige aus ländlichen Regionen sowie die mobile „Koch- und Backstation“ des AWO-Sozialzentrums in Würzburg. Alle drei Sieger werden künftig von den Präventionsexperten "Team Gesundheit" bei der Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Ideen unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Dafür dient der Preis mit jeweils bis zu 30 000 Euro, berichtet Zatloukal. Ausgewählt hat die Jury aus Gesundheits- und Pflegeexperten die drei Siegerprojekte aufgrund ihrer Praxisrelevanz, ihres innovativen Charakters, der Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen sowie wegen des nachhaltigen Ansatzes.

    Die „Mobile Koch- und Backstation“ des AWO-Sozialzentrums Jung und Alt in Würzburg fördert aus Sicht der Jury in vorbildlicher Weise, die Feinmotorik der einzelnen Bewohner, stärkt deren Gemeinschaft und ermöglicht soziale Teilhabe. Weil das Konzept zudem die individuellen körperlichen und geistigen Ressourcen aller Beteiligten berücksichtigt, so die Jury, sei es besonders wirksam.

    Schon seit mittlerweile acht Jahren wird im AWO Sozialzentrum täglich gekocht und gebacken - oftmals auch gemeinsam mit den Kindern aus dem Kindergarten. Die Rezepte steuern größtenteils die Bewohner selbst bei. Eine eigens angefertigte mobile Kochstation ermöglicht wenig bis gar nicht mobilen Koch-Fans auf ihren Zimmern mitzumachen. Die Idee dazu hatte damals Pflegedienstleiter Bruckner, dem es am Herzen lag, auch solche Bewohner in Aktivitäten des Alltags einbinden zu können. Eigenes, auf Terrasse und Dachterrasse angebautes Gemüse, ergänzt den Speiseplan und die tägliche Beschäftigung. Letztere organisiert in der Einrichtung Sozialdienstleiterin Eva Bauer. Sie war es auch, die die Idee konzeptionell für den Wettbewerb aufbereitet hat.

    Mit dem jetzigen Gewinn, so Zatloukal, erhoffe man sich, das Konzept ausweiten zu können, beispielsweise durch das Angebot einer mobilen Werkbank. Aber, sagt er, man wolle sich jetzt nicht festlegen, sondern offen sein für neue Ideen und neugierig auf die Kreativität der externen Berater. "Es lohnt sich durchaus, mutig und selbstbewusst zu sein. Wir können viel und wollen es auch zeigen", zieht er ein abschließendes Fazit zum Gewinn und spendet seinen Mitarbeitern gleichzeitig ein großes Lob.

    Bearbeitet von Robert Menschick

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