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    Würzburg

    Pro Versbach: Vier Fragen an Judith Aßländer

    Die Würzburgerin Judith Aßländer ist Sprecherin der Bürgerinitiative "Pro Versbach".    Foto: Archiv/Thomas Obermeier

    Judith Aßländer ist Sprecherin der Bürgerinitiative "Pro Versbach". Von Anfang an engagierte sie sich für die Belange ihres Stadtteils. Die 41-Jährige arbeitet hauptberuflich für die Evangelische Jugendhilfe und engagiert sich zudem in der Flüchtlingshilfe.    

    Frage: Frau Aßländer, ihre Bürgerinitiative hat sich vor knapp zwei Jahren aus Protest gegen das geplante neue Baugebiet am Vierwindenweg gegründet. Wie kam es dazu, dass Sie sich inzwischen für die Entwicklung des gesamten Stadtteils einsetzen?

    Judith Aßländer: Bei unserem Protest gegen das Baugebiet ging es uns von Anfang an nicht darum, dass wir die Nachbarn nicht haben wollten, sondern vielmehr um die vielen negativen Auswirkungen auf den Stadtteil. Das hat nicht nur die Bürger bewegt, die direkt von der Planung betroffen sind, sondern auch viele andere Versbacher. Dadurch wurden unsere Themenfelder automatisch breiter.

    Was sind aus ihrer Sicht die Probleme im Stadtteil, die als erstes angegangen und gelöst werden sollten?

    Aßländer: Die Radwege in die Stadt sind für uns ein echtes Problem, vor allem auch, wenn sie von Kindern benutzt werden sollen. Mit dem Bus kann man Kinder und Jugendliche eigentlich nicht mehr fahren lassen, weil sie dann teilweise bis zu einer Stunde unterwegs sind. Daher wird gerade für Versbach das Fahrrad immer interessanter. Außerdem wäre eine neue Ortsmitte sehr wichtig. Einfach ein Platz, an dem man sich begegnen kann, ohne vierspurige Straße und eine riesige Kreuzung.

    Beim Zukunftsmarkt treten sie zum ersten Mal gemeinsam mit der Agenda 21 und anderen Organisationen auf. Wie kam es dazu?

    Aßländer: Wir haben bei unseren Veranstaltungen einige Themen angesprochen, an denen andere schon dran waren. Die Leute sind dann teilweise auf uns zugekommen, teilweise haben wir Kontakt aufgenommen. Die Agenda 21 haben wir zum Beispiel zu einer internen Info-Veranstaltung eingeladen, weil wir hören wollten, was sie zum Thema Straßenbahn nach Versbach zu sagen haben.

    Im März 2020 finden die Kommunalwahlen statt. Welche Erwartungen haben sie an den neuen Stadtrat? Werden sich auch Mitglieder von Pro Versbach zur Wahl stellen?

    Aßländer: "Das können wir jetzt noch nicht sagen, weil die meisten Listen noch nicht aufgestellt sind. Ich weiß aber, dass mehrere unserer Mitglieder von Parteien angefragt wurden, ob sie als Kandidat auf die Stadtratsliste wollen. Wir setzen große Hoffnungen auf den neuen Stadtrat und wünschen uns, dass unsere Themen wahrgenommen werden. Versbach ist im Vergleich zu anderen Stadtteilen lange vergessen worden. Deswegen laden wir auch immer alle Stadträte zu unseren Veranstaltungen ein."

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