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    Würzburg

    Quiz-Show "Gefragt-gejagt": Der neue Jäger aus Würzburg

     Jäger in der Quizshow "Gefragt - gejagt", Manuel Hobiger Foto: Thomas Obermeier

    In der Fernsehsendung "Gefragt - gejagt", die im Ersten ausgestrahlt wird, messen sich vier Kandidaten mit einem Quiz-Profi, dem Jäger, in Sachen Allgemeinwissen. Seit Mai dieses Jahres befindet sich unter diesen Jägern auch Seismologe Manuel Hobiger. Im Gespräch mit dieser Redaktion hat der geborene Würzburger von seinen ersten Gehversuchen als Quizspieler, Wissenslücken und seinen persönlichen Stärken erzählt.

    Frage: Ob im Fernsehen oder als App auf dem Handy: Das Quiz ist eine äußerst beliebte Unterhaltungsform. Was macht für Sie eigentlich den Reiz am Frage-Antwort-Spiel aus?

    Hobiger: Man freut sich natürlich immer, wenn man viel weiß - als Fernsehzuschauer hat es auch den zusätzlichen Reiz zu sehen, dass man etwas weiß, was ein anderer nicht wusste. Und gleichzeitig lernt man auch noch auf eine recht einfache Weise viel Neues dazu.

    Seit diesem Mai sind Sie nun sogenannter „Jäger“ bei der Quizsendung „Gefragt gejagt“. Zuvor waren sie auch schon als Teilnehmer bei dieser Show. Wie kam es zu Ihrem Rollenwechsel?

    Hobiger: Ich quizze schon seit langer Zeit und bin auch Mitbegründer des Deutschen Quizvereins, in dem auch die anderen Jäger Mitglieder sind. So bin ich auf die Idee gekommen. 2012, als die Sendung gestartet ist, hatte ich mich auch schon einmal als Jäger beworben, wurde damals allerdings nicht genommen. Nachdem ein anderer Jäger aufgehört hat, habe ich nun doch noch die Gelegenheit bekommen.

    Worin liegt für Sie die große Herausforderung an Ihrer neuen Rolle?

    Hobiger: Wenn man als Kandidat etwas nicht weiß, ist das mehr oder weniger normal. Als Jäger ist die Gefahr jedoch viel größer sich zu blamieren, wenn man irgendetwas Einfaches nicht beantworten kann. Das heißt, die Fallhöhe ist als Jäger eine ganz andere. Gleichzeitig ist man als Jäger diese Situation irgendwann gewohnt, für Kandidaten ist es jedoch immer das erste Mal. Das heißt der Stress ist eher auf der Kandidaten-Seite.

    Wie war denn das Gefühl, als Sie zum ersten Mal als Jäger aufgetreten sind?

    Hobiger: Etwas Lampenfieber war sicher dabei. Man möchte als neuer Jäger auch beweisen, dass man zu Recht dort oben sitzt. Zum einen hat man den Druck, dass die Sendung gut laufen muss. Zum anderen sollte die Leistung stimmen. Das muss man versuchen, unter einen Hut zu bringen.

    Wie kamen Sie ursprünglich zum Quiz spielen?

    Hobiger: Das hat mit der Sendung „Wer wird Millionär“ angefangen, das habe ich immer gerne geguckt. 2003 war ich dann auch als „besserwisserischer junger Student“ in der Sendung. Dabei habe ich mich allerdings ein bisschen blöd angestellt und musste mit 500 Euro nach Hause gehen, obwohl ich noch zwei Joker hatte. Ich dachte, ich müsste keinen Joker einsetzen, aber dann war es eben vorbei. Die Quizbegeisterung war schon vorher da, aber danach hat mich auch der Ehrgeiz gepackt und ich habe begonnen, an Wettbewerben teilzunehmen.

    Wie trainieren Sie als Quiz-Profi? Haben Sie da eine bestimmte Vorgehensweise?

    Hobiger: Ich lese sehr viel und gerne. Aber ich habe keine systematische Herangehensweise. Wenn man regelmäßig Quizze spielt, trainiert man dadurch schon. Wikipedia-Listen lerne ich jedenfalls nicht auswendig, zumindest nicht nur, um gut zu quizzen, sondern wenn dann auch aus eigenem Interesse.

    Gibt es bestimmte Kategorien, in denen Sie besonders punkten können?

    Hobiger: Ja, wenn es um Geografie, Natur oder Wissenschaft geht. Damit beschäftige ich mich als Seismologe im Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich auch beruflich. Aber auch in den Bereichen Geschichte und Kunst kenne ich mich ganz gut aus.

    Und gibt es umgekehrt Wissensbereiche, in denen Sie nur sehr wenig Ahnung haben?

    Hobiger: Weniger Ahnung habe ich in den Bereichen Film, Fernsehen, Klatsch und Tratsch. Diese Themengebiete sind auch recht schnelllebig. Und wenn man sich da nicht ständig auf dem Laufenden hält, hat sich schon wieder einiges getan. Oscar-Preisträger gibt es zum Beispiel jedes Jahr neue, aber in zehn Jahren fragt kaum noch einer danach. Das Problem ist: Wenn einen etwas nicht interessiert, dann kann man zwar versuchen, irgendwelche Dinge aus diesem Themengebiet zu lernen. Aber das behält man nicht lange, weil man sich nicht dafür interessiert.

    Aufgewachsen sind Sie in Würzburg und haben hier einen Teil ihres Studiums verbracht. Die letzte Frage ist daher eine Quizfrage zu ihrer Heimatstadt: In welchem Jahr spielten zwei Würzburger Fußball-Vereine in der zweiten Bundesliga? 1978, 1961 oder 1985?

    Hobiger: Das war 1978. Das hat mir mein Vater oft genug erzählt (lacht).

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